Wildeshausen

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Die Standartangaben auch zu Wildeshausen sind in der Familienforschung ein unerlässliches Hilfsmittel zur Ermittlung vergleichbarer Lebensumstände von Vorfahren und der Anlage von Biografien. In 20 Punkten wird hier nach der Systematik des Deutschen Städtebuches für Genealogen, Historiker und Soziologen ein einheitlichen Zugriff auf eine Vielzahl von ortsbezogenen Informationen zur Vertiefung eigenständiger Forschung mit unterschiedlichen Hilfsmitteln gegeben.

Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Niedersachsen > Landkreis Oldenburg > Wildeshausen

Lokalisierung von Wildeshausen innerhalb des Kreises Landkreis Oldenburg
Blick aus der Stadt zum Alexanderstift
Ältestes Stadtgebäude: Rückseite des Remters

Name

  • [1] Wigaldinghus (851), Wialteshus (855), Wihaldeshusen (872), Wialdeshusen (891), Wildeshuson (988), Wigeldoshuson (988), Wildeshusen (988).

Landschaftslage

Wildeshausen liegt am linken Ufer der Hunte und zwar an der Stelle, wo die Ausläufer der Ahlhorner bzw. Garther Heide sich von 50 m und die der Delmenhorster Geest sich von 40 m herabsenken und ein schmales Tal bilden, das in der Welgen-Marsch 19-20 m und in der Pagen-Marsch 18-19 m hoch liegt. Hier überschreitet die alte Heer- und Handelsstraße von Osnabrück nach Bremen den Fluß und verbindet den Lerigau und den Stuhr- oder Largau. [2]

Ortsursprung

Wildeshausen war in altsächsiseher Zeit ein Geestdorf und gehörte dem Sachsenherzog Widukind. Sein Enkel Graf Waltbert begründete hier eine Kirche und überführte 850/51 hierher den Leichnam des Hl. Alexander, eines der 7 Söhne der Hl. Felicitas. Die junge Kirchengründung nahm als Wallfahrtsort Aufschwung, ebenso entwickelten sich Markt und Gericht. König Ludwig von Ostfranken nahm die Stiftung in seinen kgl. Schutz und verlieh ihr Immunität (855). Gleichzeitig werden die Bewohner des „opidum Wialteshus", Freie und Unfreie, der Gerichtshoheit des Grafen Waltbert und seinen Nachfolgern im Rektorat der St. Alexander-Kirche unterstellt. 872 schenkt Graf Waltbert von seinem Erbe die ganze „villa" mit zugehöriger Gemarkung (cum territorio) nebst dem Herrenhof (curia dominicata) zu Wildeshausen dem Alexanderstift. Widukinds Urenkel Liudolf, Bischof von Osnabrück, trat Wildeshausen mit allem Zubehör an Kaiser Otto II. ab. Vermutlich hat dieser oder Otto I. dem Stift Wildeshausen ein Zollprivileg geschenkt (teloneum in Wigildeshuson 980 erwähnt), damals hat also sicher schon Marktverkehr in Wildeshausen bestanden. Burgengründung auf dem alten Haupthof um 1150, zuerst im Besitz des Grafen Heinrich von Oldenburg (t um 1167); Graf Heinrich II. nimmt sie 1229 vom Bremer Erzbischof zu Lehen. Kloster und Markt in enger Verbindung bis ins 13. Jhdt. [3]

Stadtgründung

Stadtrecht

Nach dem Aussterben der Grafen von Oldenburg-Wildeshausen besetzte der Erzbischof von Bremen Wildeshausen und erteilte den Bürgern 1270 gegen gewisse Zugeständnisse Freiheiten und Rechte der StadtBremen. Die Stadt wurde 1529 vom münsterschen Bischof Friedrich von Wied wegen Bruch des Landfriedens zum Flecken degradiert und des Bremer Rechts beraubt, 1544 wieder mit eigenen Rechten ausgestattet, führte seitdem ein stadtähnliches Dasein. Nach der Oldenburgischen Verwaltungsreform von 1815 wurde Wildeshausen eine Stadt 3. Klasse (1817); Stadtordnung von 1820. Nach der oldenburgischen Gemeindeordnung von 1855 gehörte Wildeshausen zu der 2. Klasse der amtssässigen Städte, blieb dabei bis zur Oldenburgischen Verwaltungsreform von 1933.

Bezeichnung

Wildeshausen wird 1249 und 1313 als „Civitas" bezeichnet, 1354, 1395, 1417 usw. als „Wikbelde".

Gerichtsstätten

Eine Gerichtsstätte bestand im Mittelalter auf dem Marktplatz zu Wildeshausen bei dem „großen Stein" (1281). [4]

Stadtsiedlung

Bauliche Entwicklung

Wildeshausen wird schon 855 als beiderseits der Hunte gelegen bezeichnet, hat sich aber hauptsächlich westlich der Hunte entwickelt. Östlich der Hunte liegt der Stadtteil Zwischenbrücken, von Marschbeke und Stadtgraben umflossen (alter Huntearm?). Die Zwischenbrücker (Transpontani 1242) führten verwaltungsmäßig ein Sonderdasein. Straßennetz in beiden Stadtteilen unregelmäßig gitterförmig. Umriß der Stadt unregelmäßig elliptisch. Der Marktplatz ist räumlich der Mittelpunkt der Stadt, sein Umriß ein unregelmäßiges Viereck; von ihm strahlen die meisten Straßen aus, so nach Osten: die „Huntestrate" (1469), nach Südwesten: die „Westerstrate" (1469) und nach Süden: die „Borchstrate" (1469). Stadtmauer zuerst erwähnt 1282, sie stand auf einem Wall, vor dem sich ein zweiter Deckwall entlang zog. Die Hälfte des Vermögens der 1350 vertriebenen Juden wurde zur Stadtbefestigung verwendet. Wall mit halbrunden Wighäusern bestanden. Anlage eines „neuen" Stadtgrabens 1389. (An der Westseite der Stadtmauer). Zerstörung der Festungswerke und des Walles auf Befehl des Bischofs Friedrich von Münster 1529, doch 1544-46 teilweiser Wiederaufbau mit „Pforten, ziemlichem Wall und Stacket darauf". Im 30jähr. Krieg zerstörten die Schweden den Wall teilweise, Wiederaufbau kam nicht zustande, Einebnung der Stadtgräben im 19. Jhdt.

Das Alexanderstift scheint zeitweise eine eigene Ummauerung besessen zu haben, aber die Ummauerung der ganzen Stadt zog auch das Stift mit ein und machte die Stiftsmauer überflüssig. Gesamtlänge der Stadtmauer etwa 1.600-2.000 m. Grundfläche der Stadt etwa 20.000 qm innerhalb der Mauern. Entfernung von der Westerporte zum Delmenhorster Tor (Zwischenbrücken) 700 m, von der Westerporte nur bis zur Hunteporte 650 m, vom Rathaus bis zur Alexanderporte (Burg) 250 m. Die Stadt hat sich bis um 1900 im wesentlichen mit der alten Wohnfläche innerhalb der Wälle begnügt.

Stand 1953: Seit dem 1. Weltkrieg langsame Bebauung außerhalb der ehemaligen Wälle. Nach dem 2. Weltkrieg Wohnsiedlungen am Rennplatz, an der Pestruperstraße, am Krandel und an der Glanerstraße um 1952 in der Entstehung. [5]

Kupferstich Matthaeus Merian der Ältere 1647:
Wildeshausen, Heiliggeistkapelle vor der Stadt, "Zwischenbrücken" an der Hunte, dahinter Burg, Stadt mit Rathaus u. Alexanderkirche


Gebäude

Rathausplatz 1270 vom Erzbischof Hildebold von Bremen geschenkt, der Rathausbau wohl bald darauf begonnen. Der heutige gotische Backsteinbau mit Treppengiebel und 2geschossiger Halle geht wahrscheinlich noch ins 13. Jhdt. zurück, nicht ins 15. Jhdt. Durchgreifend erneuert 1935-36. Die Alexanderkirche, ursprünglich wohl Holzbau, in Stein begonnen im 12. Jhdt. (roman. Stilformen) mit 2 Westtürmen, die 1214 und 1219 einstürzten. Neubau eines Mittelturmes 1224. Die Kirche im 19. Jhdt. stark verfallen, 1908-09 durchgreifend restauriert. Vom alten Kanonikerstift nur ein Rest (Schlafhaus?) erhalten, der eigentliche Kreuzgang um 1733 abgebrochen, desgleichen eine Marienkapelle. Heiligengeistkapelle östlich der Stadt 1350 anläßlich der Pest erbaut, 1444 erneuert, 1616 verfallen. Armenhaus St. Elisabeth 1518 erwähnt, 1773 verbrannt.

Rathaus u.Marktbrunnen in Wildeshausen
Rathaus Anfang 15. Jhdt.
Marktbrunnen 1747

Von den mittelalterlichen Mauertürmen bzw. Wighäusern nur der „Koviller"-(= Schinder-)Turm erwähnt, 1515 abgebrochen. Von den Toren werden Westerporte 1389, Alexanderporte 1346 und Hunteporte 1469 zuerst erwähnt. Das Westertor wurde 1545 etwas nach Westen vorverlegt, 1808 abgebrochen ; es war 3 Stockwerk hoch und durch 6 Geschütze verteidigt. Dem Huntetor war auf der Zwischenbrücker Seite ein kleiner Zingel („Homeie") vorgelagert. Die Lütkeporte hatte nur für landwirtschaftliche Zwecke Bedeutung. Wichtiger war das Alexandertor nach Südosten zur Burg, 1391 als „scotdor" eingerichtet; durch diese Pforte drangen 1529 die münsterschen Truppen in die Stadt ein. Das Delmenhorster Tor war der äußerste Schutz gegen 0sten. Alle Tore außer dem Westertor sind nach der Zerstörung der Stadt 1529 nicht vollwertig wiederaufgebaut worden, so daß die Stadt im 30jähr. Krieg oft den Besitzer wechselte. Die Burg am Südostrand der Stadt auf einem Geestrücken erbaut (um 1150), von einem abgeleiteten (?) Huntearm umspült, nach dem Tode Graf Heinrich des Bogeners 1270 allmählich verfallen. Erneuerung unter Amtmann Wilh. v. d. Busche 1495-97. Bergfried und Saalbau der Burg waren 3geschossig. Der Burgwall war geschützt durch Brustwehr aus doppeltem Flechtwerk (Knick) mit eingestampfter Erde und Blockhäusern, die Brücke zur Stadt geschützt durch massives Torhaus, Zingel und Zaun von Dornen auf der Kontreskarpe (=äußere Grabenböschung) des Grabens. Burganlage nach dem 30jähr. Krieg verfallen, Turm 1789 abgebrochen. Kath. Kirche erbaut 1823-24. Amtsgebäude (1952 Amtsgericht und Katasteramt) erbaut 1792. [6]

Marktbrunnen

Der Marktbrunnen wurde 1747 durch den Bremer Bildhauer Theophil Wilhelm Freese (+1763) als Doppelbrunnen in diesen barocken Formen errichtet.

Brände

Das älteste Stadtbuch (um 1383/84) schreibt Lehmdach als Feuerschutz vor. Wegen der engen Bebauung und wegen der leichten Bauart der Häuser entstanden aber trotzdem häufiger Brände, so 1622 (die Neue Straße durch die Mansfelder niedergebrannt), 1773, 1790 und noch 1895 und 1900. Verlust 1895: 29 Wohnhäuser, 15 Stallungen. 1900: 73 Wohnhäuser, 40 Stallungen. [7]

Zerstörungen

Im 2. Weltkrieg wurden 3 Wohngebäude (darunter das hist. Wasahaus und die alte Pastorei), 3 Wirtschaftsgebäude zerstört (3% der Gesamtbebauung), die 1952 zu 80% wiederaufgebaut sind. Der Alexanderkirchturm 1945 durch Artilleriebeschuß ausgebrannt, in der hist. Form wiederhergestellt.

Bevölkerung

Herkunft

Die Bevölkerung ist größtenteils aus den Landgemeinden der Umgebung von Wildeshausen eingewandert (westf. Einschlag). Nach verlorener Quelle soll die Zahl der Haushaltungen i. J. 1379 mit 780 angegeben gewesen sein. In älterer Zeit nur Haushaltungen (Feuerstätten) gezählt.

  • 1534: 238 Haushalte, 1568: 1.067 Personen über 12 Jahre, darunter 610 weibliche, 1600: 481 Haushalte, 1615: 477 Haushalte, 1623: 323 Haushalte, 1633: 198 Haushalte, 1668: 231 Haushalte, 1700: 229 Haushalte, 1802: 350 Haushalte mit 2.216 Personen.

Seuchen

Pest 1350 (nach alter Überlieferung 4.000 Opfer). Rote Ruhr oder Pest 1623 (200 Tote), 1624 (600 Tote). [8]

Bevölkerungsverzeichnisse

  • Bürgerbuch 1669-1782 (im Staatsarch. Oldenburg).
  • Mitgliederliste der 10.000 Ritter-Brüderschaft und Schützengilde (1482-1569) im Staatsarch. Oldenburg

Kirchenbücher

Ev.-luth. Gemeinde Wildeshausen: Die originalen Kirchenbücher befinden sich in der Gemeinde. Für Forscher stehen auch Mikrofiches im Archiv des Ev.-luth. Oberkirchrates zur Verfügung.

  • Taufen ab 1699 (Mikrofiches 1699-1825)
  • Heiraten ab 1699 (Mikrofiches 1699-1825)
  • Beerdigungen ab 1699 (Mikrofiches 1699-1825)
  • Kirchenbücher: r.k. Taufen: 1678-1699, 1810-1890; Trauungen: 1678-1699, 1810-1910; Todesfälle: 1678-1699, 1810-1910 (Maschinenabschrift von 1810 bis 1830)
  • Wildeshausen, St. Peter, kath., Matriken 1678 - 1957, Digitalisate online bei Matricula

Berühmte Personen

  • Johannes (gent. Teutonicus), 3. General des Dominikanerordens, * um 1180 WWildeshausen, t 1252 Straßburg.
  • Gustav Gustavson, Graf von Wasaburg, * 24. 5. 1616, seit 1650 Herr zu Wildeshausen, t 04. 11. 1653
  • W. Joh. Huntemann, Botaniker, Direktor der Landwirtschaftsschule Wildeshausen 1894-1925, * 20.1. 1858 Delmenhorst, t 30.07. 1934 Wildeshausen.

Jüngere Einwohnerzahlen

1802: 2.216 Einwohner (E.), 1811: 330 Haushalte mit 1.670 Personen, 1816: 1.748 E., 1821: 1.798 E., 1835: 1.918 E., 1843: 2.010 E., 1852: 1.963 E., 1863: 2.008 E., 1871: 1.958 E.. 1880: 2.024 E., 1890: 1.966 E., 1900: 2.192 E., 1910: 2.488 E., 1919: 2.993 E., 1933: 3.420 E., 1939: 5.241 E. (Zuwachs durch die frühere Landgemeinde Wildeshausen), 1950: 9.183 E.- 1855: 920 m., 996 w. E.; 1910: 1.274 m., 1.214 w. E.; 1939: 2.725 m.. 2.661 w.E.; 1950: 4.198 m., 4.985 weibliche Einwophner. [9]

Sprache

Amtssprache des Rates im 14. Jhdt. latein, vom 15. Jhdt. bis ins 17. Jhdt. niederdeutsch. Allmählich durch das Hochdeutsche verdrängt. Plattdeutsche Umgangssprache bis in die Gegenwart. [10]

Wirtschaft

Handel und Gewerbe

Grundlage des Wildeshausener Wirtschaftslebens war von jeher der Durchgangshandel und Durchgangsverkehr auf der mittelalterlichen „Flämischen Straße" (Lübeck-Hamburg-Bremen-Delmenhorst-Wildeshausen-Lingen-Deventer usw.). Zollstätte schon 981 erwähnt, Durchgangsverkehr vor 1800 durchschnittlich 7 vierspännige Wagen täglich. Marktverkehr im Anschluß an die Gründung des Alexanderstifts seit dem 9. Jhdt. anzunehmen. Zollfreiheit der Aachener Kaufleute zu Wildeshausen und die Pflicht der Aachener, ein Pfund Pfeffer dem Vogt zu Wildeshausen jährlich zu liefern, deuten auf sehr hohes Alter dieser Beziehungen hin. St. Ulrichsmarkt (4. Juli) seit 1298, seit 1313 Wintermarkt am 28. Okt. (Simon und Judä). Ein 3. Markt bestand 1507-29 zum Georgentag (23. April).

Poststraßen waren früher die überörtlichen Verkehrswege
Entfernungsangaben in Postmeilen.
1 Postmeile entsprach 1 Fahrtstunde auf ebener Strecke
Post-Charte von 1821, Helmingsche Hofbuchhdlg. Hannover

Markteinladungen nach Osnabrück bis 1344 vorhanden, die Bürger von Wildeshausen selber zum Markt in Langwarden von den friesischen Rüstringern eingeladen. Geschäftsbeziehungen Wildeshausener Bürger gingen 1406 „über See oder Sand", 1483 wurde von dem Bürgermeistern von Wildeshausen Getreide nach Ostfriesland ausgeführt. 1505 reiste Joh. Fasteke nach Köln zum Einkauf von kölnischen Laken. Die Statuten d. 15. Jhdts. nennen an Waren, die zu Wildeshausen feilgeboten werden : Öl, Butter, Heringe, Laken, Wolle; letztere ist als Hauptlandesprodukt der umliegenden ehemaligen großen Schafzuchtgebiete anzusehen. Nach Ausweis der Personennamen bestanden folgende Gewerbe im Mittelalter: Bartscherer (Friseur, Barbier), Bäcker, Böttcher, Goldschmied, Knochenhauer (Schlachter), Krämer, Messerschmied (Mestmaker), Stellmacher (Rademaker), Schuhmacher, Schreiber, Grützmacher, Schneider (Schröder).

An Innungen sind bekannt: das Amt der Schröder (1355), außerhalb dessen Frauen nur neues „Sardok" (Sartuch, Sarsche) und neue Lein-wand gewerbsmäßig verarbeiten, neue Ärmel in alte Kleider einsetzen durften. Krameramt St. Stephani 1406. Die Liebfrauengilde des Schusteramts erhielt 1424 Ergänzungen zu ihren älteren Statuten, deren Anfang unbekannt ist. Bäckeramt 1443, Wandmacher bzw. Wollweber (Wullenamt) 1475, Schmiede 1498, Knochenhaueramt erneuert 1513, Ursprung unbekannt. Wollweberei und Töpferei erhoben sich zu einer gewissen industriellen Höhe, sollen um 1750 bis 100 Personen beschäftigt haben. Das Gastwirtsgewerbe blühte in der Zeit des Frachtfuhrverkehrs sehr. Wildeshausen war lange Zeit Austauschplatz für Waren des platten Landes und der eigenen Handwerkserzeugung. Mit dem Aufhören des Frachtfuhrwesens und dem Bau der Eisenbahnen ging Wildeshausens Bedeutung rasch zurück, insbesondere durch die Eisenbahn Bremen-Osnabrück (1873). Erst nach 1900 brachte der Bahnbau Delmenhorst-Bramsche auch Wildeshausen neuen wirtschaftlichen Aufschwung für seine jüngeren Gewerbe: Lohgerberei, Tabakindustrie, Kornbrennerei. Der internationale Autoverkehr brachte um 1950 die mittelalterliche Flämische Straße wieder zu Ansehen und belebte das Gastwirtsgewerbe in Wildeshausen. [11]

Neuere Wirtschaftsbetriebe

Stand 1952: D. Becker, Gerberei und Lederfabrik, gegr. 1864. Herm. Scheland, Gerberei, gegr. 1900. Joh. Benecke, Lohgerberei, gegr. 1900. Konr. Becker, Lederfabrik, gegr. 1901. Willi. Kolloge, Kornbrennerei, gegr. 1900. Arnold Becker, Färberei, gegr. 1901. H. Löhmann, Zigarettenfabrik, gegr. 1920. Herrn. Ahlers, Zigarrenfabrik, gegr. 1920. Ndt. Vulkanfiberfabrik Grashorn u. Co., gegr. 1930. Trocknerei und Ölmühle GmbH., gegr. 1931. H. Schröder, Maschinenfabrik, gegr. 1939. Durch den 2. Weltkrieg wurde eine Anzahl Firmen nach Wildeshausen verlegt, so war vorübergehend die Gardinenfabrik Andreas u. Co. aus Neiße in Wildeshausen. Im Krieg verlegte die Hanseatische Wäschefabrik Iken u. Schmidt ihren Betrieb von Bremen nach Wildeshausen und blieb hier. Ebenfalls aus Bremen kamen nach dem Krieg die Pharm. Fabrik Dr. Behre u. Co., der Burmesterverlag und der Dünenverlag und blieben in Wildeshausen. Neugründung ist die Mech. Weberei Wildeshausen, Unbehauen und Meusinger (1950).

Verkehrseinrichtungen

Stand 1952: Pläne einer Flußschiffahrt- bzw. Kanalverbindung über die Hunte mit der Weser wurden 1731-1811 erörtert, schliefen aber wieder ein. Eröffnung der Eisenbahn Delmenhorst-Wildeshausen-Bramscbe 1900. Während des 1. Weltkriegs bestand in Wildeshausen ein Flughafen für Zeppelin-Luftschiffe. Wildeshausen liegt an der Bundesstraße 213, die zugleich internationale Fernverkehrsstraße von Skandinavien nach Belgien-Frankreich ist. [12]

Umgebungsbedeutung

Stand 1952: Einzugsbereich von Wildeshausen ist das alte Amt Wildeshausen und ein kleiner Teil der Delmenhorster Geest.

Verwaltung

Rat, Bürgerschaft

Schon vor der bremischen Stadtrechtsverleihung von 1270 wird Wildeshausen gewisse Privilegien besessen haben. Die eigentümliche Zwischenstellung im Grenzgebiet von Bremen, Oldenburg, Osnabrück und Münster macht auch die Verwaltungsgeschehen etwas undurchsichtig. Erwähnung von „cives" (1230) macht das Vorhandensein einer Selbstverwaltung wahrscheinlich, Ratmannen (consules) waren 1270 vorhanden. Nach den Statuten im ältesten Wildeshausener Stadtbuch (um 1383) bestand der Rat aus einem Kollegium von 24 Ratmannen, von denen je 1/3 ein Jahr lang die Geschäfte führt (diese 8 bilden den sitzendeu Rat). Die 16 z. Z. nicht amtierenden Ratsherren heißen die Witheit ("witticheit"). Die Ratmannen Urkunden gemeinschaftlich, nach 1400 zunehmend als „borgermester unde ratmanne". Das Amt ist lebenslänglich und setzt voraus, daß der Inhaber sich ein Pferd im Wert von 3 Mark halten kann. Jeder Ratmann muß jährlich 1 Mark in die Baukasse zur Unterhaltung der Stadtmauer zahlen. Beim Amtsantritt muß er den übrigen Ratmannen und ihren Frauen ein Gastmahl geben und 2 Mark zum Besten der Stadtmauer erlegen. Durch diese Vorschriften wurde die Ratsfähigkeit auf einen kleinen Teil wohlhabender Personen beschränkt. Wichtige Statuten wurden von Rat und Witheit gemeinsam beschlossen, gegebenenfalls sogar unter Hinzuziehung der Gemeinde ("menheit"). Nach der Degradierung zum Flecken durfte Wildeshausen nur mehr 2 Bürgermeister und 10 Ratmannen haben, deren Wahl jedoch den Bürgern überlassen wurde, vorbehaltlich der Genehmigung durch den münsterschen Amtmann. Fortan saß die Hälfte des Rates in der Regierung. 1615 begegnet eine Gemeindevertretung durch einen auf Lebenszeit gewählten Sechzehnerausschuß, der bei der Bürgermeisterwahl mitwirkt und vom Rat in Stadtgütersachen bei Verpachtungen, Belastungen usw. gehört wird. Dazu kommen fortan 3 „Worthalter" der Gemeinde, die jährlich unter Mitwirkung des Amtmanns neu gewählt werden und neben den Sechzehnern der Rechnungsablage des Rats beiwohnen. Diese demokratischen Einrichtungen sollten Vetternwirtschaft und ungetreue Rechnungsführung des Rats verhindern. Seit 1631 neue Ratsverfassung: Der „Erbrat" wurde von der münsterschen Regierung aufgelöst, eine jährliche Neuwahl des Magistrats durch die Bürgerschaft wurde eingeführt. Am Tag nach dem Fest des hl. Alexander (10. Juli) wählten die 4 Viertel der Stadt (Hunte-, Burg-, Lütke und Grote Viertel) je 3 Mann, die ihrerseits aus jedem Viertel je 2 Wahlmänner (Kornoten = Kurgenossen) ernannten. Dieses 8-Männer-Kurkollegium wählte aus der ganzen Gemeinde auf dem Rathause 2 Bürgermeister und 6 Ratsherren, die aber katholisch sein mußten. Die schwedische Herrschaft stellte 1651 wieder den „Erbrat" her, aber schon 1669 erneuerte ein schwedische Kommissar den münsterschen Beschluß von 1631, natürlich im protestantischen Sinn. Die hannoversche Regierung verordnete 1710 ein auf Lebenszeit gewähltes Ratskollegium von 1 Bürgermeister, 2 Ratsherren, von denen einer Stadtkämmerer war, und 1 Sekretär. Bei Neuwahlen hielt man sich an das Münstersche System von 1631. An Stelle des Sechzehnerausschusses treten 1719 vier Deputierte, jährlich aus den 4 Vierteln gewählt. Diese Verfassung bestand bis 1811. Nach 1815 Einführung der Oldenburgischen Gemeindeverwaltung, zunächst Stadtordnung für Wildeshausen als Stadt 3. Klasse (1820); es wurde Stadt 2. Klasse durch die Oldenburgische Gemeindeordnung von 1855 bzw. die revidierte Gemeindeordnung von 1873. Seither Gemeinderat von 9 Mitgliedern für 1.000-2.000 Einwohner, von 12 Mitgliedern für 2.000 bis 4.000 Einwohner, die von den stimmberechtigten Gemeindemitgliedern zu wählen waren. Der Gemeinderat wurde auf 4 Jahre gewählt, alle 2 Jahre schied die Hälfte aus. Er wählte aus seiner Mitte den Bürgermeister (auf 12 Jahre) und die Beigeordneten, die zusammen den Stadtmagistrat bildeten. [13]

Gericht

Durch die Freiheitsurkunde von 1270 erhielt Wildeshausen einen eigenen Stadtrichter, der vom Rat und dem bischöfl. Amtmann gemeinsam eingesetzt wurde und Bürger der Stadt sein mußte. Der Fronbote wurde allein vom Rat ernannt. Der Stadtrichter war gleichzeitig Gograf im Landgericht auf dem Desum. Der Rat hatte das Recht über Hals und Hand, d. h. die Vollstreckung der gefundenen Urteile, also eine große Selbständigkeit im Gerichtswesen. Nur am Tag vor dem St.-Ulrichs-Markt fand neben dem „ burrichte" der Stadt noch das aus dem alten Grafengericht über die Freien stammende „Vrigedink" (Freigericht) statt. Nach dem Verlust des Stadtrechts (1529) wurde der Stadtrichter allein vom Bischof eingesetzt und stand in dessen Eid und Verpflichtung. Das Desumgericht wurde Berufungsinstanz. [14]

Landesherrschaft

Landesherren

Wildeshausen war nach der Stiftungsurkunde von 872 des Grafen Waltbert zweifellos ein Teil seines privaten Großgrundbesitzes, der dem Alexanderstift überwiesen wurde. Kloster, Markt und Stadt gehörten aufs engste zusammen, aber ihre Eigentums- und Besitzverhältnisse lassen sich nicht eindeutig für das 10. und 11. Jhdt. aufdecken. Nach dem Willen des Stifters sollte der Rektor der Stiftung aus Widukinds Geschlecht stammen. Dieses starb im Mannesstamm wahrscheinlich mit dem Osnabrücker Bischof Liudolf aus, der 952-67 Kanzler Ottos d. Großen war. Die Ottonen, die selber durch König Heinrichs I. Gemahlin Mathilde in ihren Adern widukindisches Blut trugen, geboten über Wildeshausen. Im 11. Jhdt. waren die Billunger Herzöge und Kaiser Lothar von Süpplinburg selber wahrscheinlich Nachkommen aus dem Stamme Widukinds, im Besitz der weltlichen Oberhoheit des Stifts. Nach Aussterben der männlichen Linie der Billunger (1106) ging der Besitz an die Nachkommen weiblicherseits aus dem Hause der Weifen über. Von den Billungern haben wahrscheinlich die Grafen von Oldenburg schon vor 1106 die Vogteirechte über Wildeshausen als Lehen erhalten, vielleicht weil auch sie aus Widukinds Geblüt zu stammen glaubten. Die Grafen von Oldenburg besaßen Großgrundbesitz in den Gauen um Wildeshausen und empfahlen sich durch ihre Macht zur Ausübung der Vogteigerechtsame. Graf Heinrich I. (t um 1167) begründete die Linie Oldenburg-Wildeshausen. Die Weifen behielten die Schirmherrschaft über die Propsteigüter des Stifts, während die Oldenburger aus dem Vogtsamt ein weltliches Territorium schufen. Die Welfen traten 1219 die Propstei Wildeshausen an den Erzbischof von Bremen ab, der sie 1231 dem Bremer Domkapitel übertrug. Der Propst des Alexanderstifts Wildeshausen wurde künftig aus dem Bremer Domkapitel genommen und beschränkte sich auf die Verwaltung der Propsteigüter, während der Dekan die innere Leitung des Stifts und der Graf als Vogt den äußeren Schutz übernahm. 1270 nach dem Aussterben der Grafen wurde Wildeshausen vom Erzbischof von Bremen mit List eingenommen. Das Welfenhaus verzichtete auf seine Ansprüche mit Ausnahme des Grafenzinses. Die bremischen Erzbischöfe bzw. ihre Vögte (Amtmänner) haben die Stadt wiederholt verpfändet. Wildeshausen machte die Anerkennung der bischöflichen Hoheit abhängig von der Bestätigung der städt. Privilegien und behauptete gegenüber den wechselnden Inhabern der Burg und des Amtes Wildeshausen eine ziemlich selbständige Stellung, war aber als Landstadt des Erzstifts Bremen neben Stade, Buxtehude und Bremen zum Besuch der bremischen Landtage verpflichtet.

Schloß und Amt Wildeshausen wurden von Erzbischof Nikolaus von Bremen 1429 an den Bischof von Münster verpfändet. Die Stadt blieb ein Glied des Erzstifts, mußte auch dem bremischen Erzbischof „tor erftale" (als Erbuntertanen) huldigen, während der Bischof von Münster das Recht erhielt, den Amtmann zu bestellen. 1450 besetzte vorübergehend Graf Gerd von Oldenburg Stadt und Schloß. In der Folgezeit wurden die Hoheitsverhältnisse durch weitgehende Verpfändungen immer komplizierter, besonders auch durch die Wahl des bremischen Administrators zum gleichzeitigen Bischof von Münster (1466). Äußerlich blieb Wildeshausen stiftsbremisch, aber Münster war entschlossen, das Gebiet ganz zu erwerben. Seit 1497 wurde der Einfluß Münsters immer stärker. Nach dem Tode des Amtmanns Wilhelm von dem Busche wurde Wildeshausen von Münster gewaltsam zum Niederstift gezogen (1523). Dem Erzstift Bremen blieb nur die Klage beim Reichskammergericht. Zunehmende priesterfeindliche Handlungen, insbesondere aber die Ermordung des Priesters Nikolaus Kasselmann durch Wildeshausener Bürger im Beisein des Bürgermeisters Jakob Lickenberg, erregten den Zorn der katholischen Partei, der Landfriedensbruch wurde vor den Freistuhl "zum Eichholz" bei Hackfurt in Kirchhellen bzw. in Polsum (Vest Recklinghausen) gebracht. Dieses erklärte alle über 18 Jahre alten Einwohner der Stadt in des Reiches Acht und ersuchte den Münsterschen Bischof Friedrich von Wied um Achtsvollstreckung. Am 21.04.1529 wurden Münstersche Truppen heimlich in die Burg gelassen und drangen von da in die Stadt ein. Lickenberg wurde zum Tode durchs Schwert verurteilt, die Stadt wurde zum Flecken degradiert, die Befestigungen mußten von den Einwohnern selbst zerstört werden.

Im 30jähr. Krieg wechselte Wildeshausen oft den Besitzer und Landesherrn. Nach dem Westfälischen Frieden fiel es an das Erzstift Bremen und mit diesem an die Krone Schweden. Königin Christine übertrug Stadt, Stift und Amt Wildeshausen dem Grafen Gustav Gustavson, Graf von Wasaburg, einem illegitimen Sohn König Gustav Adolfs, als schwedisches Mannlehen. 1674 bemächtigte sich Bischof Christoph Bernhard von Galen des schwedischen Besitzes, behielt Wildeshausen auch nach dem Nymweger Frieden (1679) pfandweise bis zur Kündigung 1698. Schweden versetzte Wildeshausen 1700 an Kurhannover und verkaufte es ganz 1719. Unter dem hannoverschen Amtmann von Hinüber erholten sich Stadt und Amt Wildeshausen. Der Reichsdeputationshauptschluß brachte Wildeshausen zum Herzogtum Oldenburg (1803), aber erst 1826 trat Hannover Wildeshausen endgültig an Oldenburg ab. Mit diesem kam es 1947 zum Land Niedersachsen. [15]

Reichstage

König Otto III. und Erzbischof Adaldag von Bremen weilten im März 988 tagelang in Wildeshausen. Die Stadt war wegen ihrer Lage an der Flämischen Straße im Mittelalter beliebt für Tagfahrten und „tohopesaten". So sah Wildeshausen 1455 u. 1474 die Teilnehmer das gegen Graf Gerd von Oldenburg geschlossenen Fürstenbundes, 1538 Junker Balthasar von Esens, 2 bremische Bürgermeister und Gesandte von Kursachsen, Geldern, Lüneburg, Hessen. In der Reformationszeit eröffneten namhafte Feldobristen hier ihre Anwerbestuben und machten Wildeshausen zum Landsknechtsmusterplatz („lopelplaß"). An Behörden hat sich vom Mittelalter an bis 1933 der Amtmann bzw. Amtshauptmann gehalten.

Kriegswesen

Wehrhoheit

Die Stadt war seit 1270 dem Erzbisehof von Bremen zur Heeresfolge verpflichtet, stellte 1397 an Bewaffneten 12 Mann, fast 1/3 des Kontingents der Stadt Bremen. 1455 wollte Wildeshausen allein 30 Berittene ins Feld schicken. Die Stadt hatte das Recht zu selbständiger Fehde einschlich des Beuterechts. Fehden mit den Grafen von Oldenburg, dem Bischof von Minden, den Grafen von Hoya usw. Von der ritterlichen Ausrüstung zeugt der Katalog des stadtüblichen Heergewätes, auch die Schadensersatzrechnung von Mitkämpfern der Schlacht bei Detern (1426). Die Stadt hatte das Befestigungsrecht bis 1529, war zu militärischem Aufgebot in 4 Quartiere eingeteilt (Hunteviertel, Burgviertel, Lütke [= kleines] Viertel, Grote oder Lange Viertel). Im Notfall mußte die Stadt dem Erzbischof die Tore öffnen, wofür er ihr den erforderlichen Beistand zu leisten hatte. So versprach 1346 der Erzbischof von Bremen, 200 Bewaffnete zu senden, 1430 einen Ritter mit 10 Knechten. Die Stadt besaß eigene Artillerie, die 1529 dem Bischof von Münster ausgeliefert werden mußte.

Schützengilden

Schützengesellschaft zuerst 1574 erwähnt, aber zweifellos älter und aus einer mittelalterlichen „Broderschup der teindusent ridder" erwachsen. Die Stadt spendete nach altem Herkommen an den Schützenkönig, die Schützengilde und die Schaffer 1 Tonne Bremer Bier und Bargeld im Wert von zusammen 9 Reichstaler, auch im 30jähr. Krieg. Damals wurde nach Scheibe geschossen, sonst nach dem Vogel auf der Stange. Nach dem Vogelschießen wurde auf dem Rathaus „die Gilde gehalten", wobei 1640 aus 40 Zinnbechern getrunken wurde. Schützenfest noch um 1952 Hauptvolksfest.

Garnison

Im 18. Jhdt. lagen hann. Truppen zu Wildeshausen in Garnison. Im 1. Weltkrieg lag eine Heeresluftschiff-Abt. auf dem Wildeshausener Flugplatz für Heereszeppeline. [16]

Siegel, Wappen, Fahne

Wappen Wildeshausen Kreis Oldenburg Niedersachsen.png Beschreibung:

Wappen: Wappenbild entspricht dem ältesten Siegel der Stadt Wildeshausen

Siegel: Das älteste Siegel der Stadt (um 1210) zeigt die 2 Türme der Alexander-Kirche, in deren Tor das Haupt des jugendl. Alexander, zwischen den Türmen eine Rose der Grafen von Oldenburg- Wildeshausen. Umschrift: "Sigillum oppidanor". Wildeshausen-Sekretsiegel (14. Jh.) zeigt Mauer mit Turm, rechts davon das Haupt des Hl. Alexander, links Schild mit Bremer Schlüssel.

Stadtfarben: Wappenfarben bis 1952 amtlich nicht festgelegt. .

[17]

Finanzwesen

Münzwesen

Münzhoheit stand dem Propst des Alexanderstifts Wildeshausen zu, es sind Denare von 1231-48 bekannt. Das Münzrecht des Propstes zu Wildeshausen 1273 und 1306 bestätigt, 1377 an die Vögte von Schagen verpfändet. Wildeshausener Münze erwähnt noch 1489 ("Wüdeshusensis moneta") und 1543 ("Wildeshuser mark"). [18]

Steuern

Die Stadt hatte im Mittelalter zahlreiche Einnahmequellen. Die Akzise vom Bremer Bier, auch nach der Katastrophe von 1529 belassen. Die Mühle mit Sägemühle, Öl- und Walkmühle, ist schon 1425 im städtischen Besitz nachweisbar, auch sie verblieb der Stadt nach 1529. Die Akzise erbrachte 1644 insgesamt 185 Reichstaler Pacht. Die Mühlenpacht wurde 1621 auf 155 Reichstaler veranschlagt. Dazu kamen Landverpachtungen u. ä. Dem Rat von Wildeshausen stand das Geleitsrecht zu, das natürlich geldlich ausgenutzt wurde. Materiellen Nutzen brachte das Jagdrecht und die Fischerei in der Hunte. Geldlichen Gewinn zog die Stadt aus der Aufsicht über Maß und Gewicht, Verstöße wurden zu Brüchte gesetzt. Im 19. Jhdt. Einnahmen gemäß den oldenburgischen Gesetzen aus Verbrauchssteuern, örtlichen Abgaben für Benutzung des städtischen Eigentums, städtische Anstalten und Unternehmungen, Marktgeldern, usw. Nach 1920 Einnahmen gemäß der Reichsgesetzgebung.

Zölle

Der Zoll zu Wildeshausen wurde 980 von König Otto an Kloster Memleben verschenkt, war 1271 im Besitz des Erzstifts Bremen. Bremische Bürger genossen in Wildeshausen Zollfreiheit, ebenso die Bürger von Aachen, Friesoythe und Hasbergen. Später gehörte der Zoll zu den Einnahmequellen des bremischen Vogts bzw. Amtmannes. Wer den Zoll zu umgehen suchte, verwirkte Leib, Gut, Pferd und Wagen und war der Gnade des Amtmanns ausgeliefert. [19]

Stadtgebiet

Das Gebiet der Stadt hat sich vom Mittelalter bis 1952 kaum verändert. 1523 entstand Streit mit der Bauerschaft Ahlhorn wegen der Markengerechtigkeit in der Steinloge. Durch die oldenburgische Verwaltungsreform wurde i. J. 1933 das Gebiet der vormaligen Landgemeinde Wildeshausen (6.872 ha) mit der Stadt Wildeshausen (2.085 ha) vereinigt. Gesamtgrundfläche 1950: 8.934 ha.

Politische Einteilung

Alexanderstift zu Wildeshausen

Heutige Ortsteile

  • Aldrup
  • Aumühle
  • Bargloy
  • Bühren
  • Denghausen
  • Düngstrup
  • Garmhausen
  • Glane
  • Hanstedt
  • Heinefelde
  • Hesterhöge
  • Holzhausen
  • Kleinenkneten
  • Lohmühle
  • Lüerte
  • Pestrup
  • Spasche
  • Thölstedt

Kirchenwesen

Bistümer seit Mittelalter

Wildeshausen gehörte kirchlich im Mittelalter zum Bistum Osnabrück, die Grenze gegen das Erzbistum Bremen bildete die Hunte. Die Heiliggeistkapelle 1339 östlich vor der Stadt im Gebiet der Diözese Bremen errichtet. 1667 erwarb der Bischof von Münster Christoph Bernhard von Galen vom Bistum Osnabrück die geistliche Hoheit im sogenannten Niederstift Münster und auch in Wildeshausen, diese dauerte bis 1698. [20]

Pfarre Wildeshausen

  • Mit der Einführung der Reformation ging die Alexanderkirche den Katholiken verloren.
    • 1699 erwarben die Katholiken ein Haus als Pfarrwohnung, dessen Stall bis 1811 als Kapelle (rk.) diente, Kirche St. Petrus erbaut 1823; gehört zum Bistum Münster, Bischöflich münstersches Offizialat Vechta, 1852 erhielt die Pfarre (rk.) Korporationsrecht, die kanonische Errichtung erfolgte erst 1930.
    • 1912 wurde Delmenhorst abgepfarrt.
    • Zum Pfarrgebiet (rk.) gehörten 1951 Dötlingen und Großenkneten mit Huntlosen.
    • Die 1811 an Stelle der Notkirche erbaute Pfarrkirche (rk.) zum hl. Petrus wich 1823-1824 einem Neubau.
    • Pfarrrektorate bestehen seit kurzem (1951) an der Flugplatzkapelle zum hl. Joseph in Alhorn sowie in Huntlosen.[21]

Reformation

Um 1525 begannen die Bürger zu Wildeshausen die Zahlung von Renten an das Alexanderstift einzustellen, nachdem schon die mittelalterlichen Statuten der Stadt Maßnahmen gegen die wirtschaftliche Vormachtstellung der Geistlichkeit ergriffen hatten. Das Kapitel erhielt sich beim alten Glauben, während die Bürgerschaft überwiegend dem lutherischen Glauben sich zuneigte, auch nach 1529. Die amtliche Einführung der Reform, durch den Osnabrücker Bischof Franz von Wald-eck begann mit der Predigt des Reformators Herm. Bonnus in der Alexanderkirche (Juli 1543), aber nach den protestantischen Niederlagen im Schmalkaldischen Krieg nahmen die Stiftsherren 1547 den katholischen Gottesdienst wieder auf. Durch Ausbleiben der Zehnten in den umliegenden ev. Ländern Diepholz und Oldenburg samt Delmenhorst und Harpstedt kam das Stift in schwierige wirtschaftliche Lage. Der weltliche Landesherr Fürstbischof Ferdinand von Münster ging seit 1614 energisch zur Gegenreform, über. Im 30jähr. Krieg fortgesetzter Konfessionswechsel, je nach dem jeweiligen Besitzer der Stadt. Die schwedische Herrschaft sorgte für Durchführung der Reformation, vor allem seit 1650, und zwang das katholische Alexanderkapitel zur Abwanderung nach Visbek bzw. Vechta (1667), wo es 1699-1806 weiterbestand. Beim Anfall der münsterschen Ämter Vechta und Cloppenburg an das Herzogtum Oldenburg wurde das Vermögen des Alexanderstifts unter staatliche Verwaltung genommen und die jährlichen Überschüsse zum sogenannten Alexanderfonds für Zwecke der katholischen Kirche im Herzogtum Oldenburg verwendet. — Die evangelische Kirche in Wildeshausen gehörte von 1700-1826 zum Konsistorium Hannover, danach zur Oldenburgischen Landeskirche (ev. luth. Oberkirchenrat). [22]

Ehemalige Stiftskirche St. Alexander

Um 850 gründete Graf Waltberi, ein Enkel Widukinds, das Alexanderstift zu Wildeshausen. Bereits 851 fand die Übertragung der Reliquien des hl. Alexander in eine bereits bestehende Kirche statt. Die heutige dreischiffige Basilika ist die einzige Basilika im Oldenburger Land und wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts anstelle mehrerer Vorgängerbauten errichtet. Nach der Reformation ging durch Kriegswirren, wechselnde Landesherrschaft und wiederholten Konfessionswechsel ein Großteil der mittelalterlichen Ausstattung verloren. Erhalten blieben Triumphkreuz, Sakramentshaus und Levitensitz sowie Wandmalereireste. Seit 1700 dient die Kirche ausschließlich dem evangelischm Gottesdienst. 1907-10 und 1969-70 wurde der Bau umfassend renoviert.

Evangelische Kirche

Die Ev.-luth. Gemeinde Wildeshausen gehört zu Ev.-luth. Landeskirche Oldenburg, Kirchenkreis Oldenburg Land.

Ev.-luth. Gemeinde Wildeshausen
Grüne Straße 12a
D-27793 Wildeshausen
Internet: http://www.ev-kirche-wildeshausen.de/

Bekenntnisse

Die Zahl der Katholiken und Protestanten in Wildeshausen hat sich im Verhältnis nur wenig geändert. 1939: 3.562 ev., 1.550 kath. Einwohner (E.), (1855: 1.125 ev., 736 kath. E., 1895: 1.462 ev., 701 kath. E.).

Juden

Anläßlich des Schwarzen Todes 1350 wurden die Juden aus Wildeshausen erstmalig vertrieben, ihr Vermögen beschlagnahmt und zur Verbesserung der Stadtmauer verwandt. Gleichwohl begegnet 1417 ein Krämer Sampson als Gerichtszeuge. Weitere Juden bis ins 18. Jhdt. nicht nachweisbar. Erst unter der hannoverschen Regierung ließen sich mehrere Schutzjuden in Wildeshausen nieder. Die jüdische Gemeinde in Wildeshausen erbaute 1830 eine Synagoge, zählte 1858: 60 Seelen, ging aber allmählich zurück und spielte wirtschaftlich keine bedeutende Rolle. Die zweite Vertreibung und Ermordung erfolgte durch die Nazis und durch deren Nürnberger Gesetze (1938).

Wohlfahrtspflege

Stand 1952: Im Mittelalter besaß die Stadt ein St.-Elisabeth-Spital in der Düsternstraße, 1518 Armenhaus „sunte Elysabeth". Das „Gasthaus" (Armenhaus) in Zwischenbrücken unmittelbar an der „roten" Huntebrücke gelegen, 1469 erwähnt. Das Armenhaus St. Gertrud wohl aus diesem erwachsen (?). Beide Armenhäuser noch bis 1773 vorhanden. An Krankenhäusern hat Wildeshausen das Alexanderstift, gegr. 1884 (ev. Kirchenstiftung), das Johanneum, gegr. 1875 (kath. Kirchenstiftung). Altersheim des Landkreises Oldenburg. Heilstätte Wildeshausen der Landesversicherungsanstalt Oldenburg-Bremen (gegr. 1908 als Großherzogin-Elisabeth-Heilstätte) für Tbc-Kranke. Apotheke gegr. 1713. Elektrizitätswerk gegr. von W. Dierßen 1913, übernommen durch die Energieversorgung Weser-Ems, Werk Delmenhorst 1930. [23]

Bildungswesen

Schulen

Stand 1952: Stiftsschule beim Alexanderstift, erster scolasticus 1135 erwähnt. Die eingerissenen Unsitten der Scholaren mit Aufzügen, Gelagen, Bannern usw. werden 1399 durch Kapitelsbeschluß abgeschafft. In der Reformationszeit ging die Schule zurück, dagegen kamen seit 1570 protestantische Nebenschulen auf. 1952 vier ev. Volksschulen in Wildeshausen, Kleinenkneten, Holzhausen, Aumühle, und 2 kath. Volksschulen in Wildeshausen und Kleinenkneten. Privatschule mit fremdsprachlichen Unterricht 1895, seit 1914 Höhere Bürgerschule, fortgesetzt als Städt. Mittelschule. Staatl. Taubstummenanstalt, gegr. 1821, seit 1936 Gehörlosenschule des Landesfürsorgeverbandes Olden-burg. Landwirtschaftl. Winterschule, gegr. 1894, 1952 Landwirtschaftsschule der Landwirtschaftskammer Weser-Ems. Berufsschulklassen für kaufm. und Baugewerbe, z. T. nach Delmenhorst verlegt, Rückverlegung 1952 bevorstehend. [24]

Kulturelle Leistungen

  • Stand 1952: Konzerte durch Kulturbund, gegr. 1946.
  • Wildeshausener Leben künstlerisch gestaltet von F. Strahlmann: „Verfemte Heimat" (Tragödie von 1529), und „Heinz Heinzens Jugendtage" (Kleinstadtidylle um 1900).

Zeitungen

  • Lokalblatt „Die Hunte" 1859-60.
  • Wildeshausener Nachr. 1864, Fortsetzung 1887 als W.er Ztg., eingegangen 1940.
  • Wildeshausener Kreisbl. 1926.

Stadtgeschichtliche Quellen

  • G. Rüthning, Oldenburger Urkundenbuch 5 (1930), darin Urk. zur Gesch. des Alexanderstifts, der Stadt und des Amtes Wildeshausen von 823-1550.
  • Die Translatio S. Alexandri, übersetzt in den Geschichtsschreibern der Dt. Vorzeit von Richter (1856); Textausgabe von B. Krusch, Die Übertragung des H. Alexander von Rom nach W. (1933).
  • G. Sello, W., Aus der Vergangenheit von Stadt, Stift und Burg in: Alt-Oldenburg (1903).

Bibliografie

  • Haase, C. Mittelalterliche Rechtsquellen der Stadt Wildeshausen, 1953
  • Lübbing,H., Jäckel, W., Geschichte der Stadt Wildeshausen, 1970
  • 1270-1970 700 Jahre Stadt Wildeshausen. Hg. von Borning H., 1970

Bibliografie-Suche

Genealogische Bibliografie

Gelbe Reihe der Oldenburgischen Gesellschaft für Familienkunde e.V., Heft 8:
Alte Ämter Harpstedt und Wildeshausen: Einwohner und ihre Steuern im Jahr 1534. Übertragen wurden das Hofschatzregister und das Pflugschatzregister für das Amt Harpstedt, beide aus dem Jahr 1534, sowie ein Viehschatzregister 1534, ein Pflugschatzregister 1534 und ein undatiertes, wohl aus der gleichen Zeit stammendes Register, alle das Amt Wildeshausen betreffend. An der Übertragung mitgewirkt haben insbesondere Heinz Günter Vosgerau, Sandhatten, Gerhard Schwarting, Oldenburg, und Gerold Diers, Sandkrug.
56 Seiten, Preis 3,00 €

Oldenburgische Familienkunde der Oldenburgischen Gesellschaft für Familienkunde e.V., JG 2003, Heft 3
Das Willkommschatz-Register des Amtes Wildeshausen von 1568, Seiten: 40, Preis: 5,-

Fußnoten

  1. Quelle: Keyser, Erich (Hrsg.): Niedersächsisches Städtebuch (1952)
  2. Literatur: F. Strahlmann, Führer durch W. (1922).
  3. Literatur: H. Oncken in: Bau- und Kunstdenkmäler des Hzt. Oldenburg 1 (1896). G. Sello, Die territor. Entwickl. des Hzt. Oldenburg (1917).
  4. Literatur: G. Sello, Die territor. Entwickl. des Hzt. Oldenburg (1917). D. Kohl, Das ältere Verfassungsrecht der südoldenb. Städte, in: Niedersächs. Jb. 9 (1932).
  5. Literatur: G. Hüthning, Zwischenbrücken, eine Sondergem. der Stadt Wildeshausen, in: Oldenb. Jb. 19 (1911). G. Sello, Die territor. Entwickl. des Hzt. Oldenb. (1917).
  6. Literatur: Bau- und Kunstdenkmäler des Hzt. Oldenb. Bd. 1 (1896). G. Sello, Die territor. Entwickl. des Hzt. Oldenb., 271-273 (1917). A. Former, Die Alexanderkirche zu Wildeshausen und ihre Wiederherstellungen: Oldenb. Jb. 20 (1912).
  7. Literatur: F. Strahlmann, Brände und Feuerlöschwesen im alten Wildeshausen, in: Heimatbll. Z. des Heimatbundes für d. Oldenb. Münsterland 18 (1936).
  8. Literatur: H. Lübbing, Ein ndt. Gedicht über die Stiftung der Hl.-Geist-Kapelle zu W. anläßl. der Pest von 1350, in: Oldenb. Jb. 48/49 (1948-49).
  9. Literatur: Ortschaftsverzeichnisse für das Hzt. bzw. für den Freistaat Oldenburg. P. Kollmann, Stat. Beschreibung der Gem. des Hzt. Oldenburg (1897). G. Sello, in: Alt-Oldenb. (1903).
  10. Literatur: B. Warnecke, Haus und Hof in der niederdt. Sprache zwischen Weser und Hunte (1939).
  11. Literatur: G. Sello, Wildeshausen, in: Alt-Oldenburg (1903). F. Stralilmann, Erinnerungen an die Wildeshausener Zünfte, in: Niedersachsen 26 (1920/21).
  12. Literatur: F. Strahlmann, Zwei dt. Luftschiffhäfen . . ., Ahlhorn und Wildeshausen. (1926).
  13. Literatur: D. Kohl, Das ältere Verfassungsreeht der südoldenb. Städte in: Niedersächs. Jb. 9(1932). C. Haase, Untersuchungen zur Gesch. und Verbreitung des Bremer Stadtrechts im Mittelalter. (Diss. Hamburg 1950). G. Sello, Die territor. Entwickl. des Hzt. Oldenb. (1917) §49-54.
  14. Literatur: H. Oncken in: Bau- und Kunstdenkmäler des Hzt. Oldenburg 1 (1896). B. Engelke, Das Gogericht auf dem Desum, in: Oldenb. Jb. 14 (1905).
  15. Literatur: H. Oncken in: Bau- und Kunstdenkmäler des Hzt. Oldenburg 1 (1896). G. Sello, Wildeshausen und seine Zerstörung im Jahre 1529, in: Oldenb. Volksbote (1904). P. Strahlmann, Wildeshausen z. Zt. des 30jähr. Krieges (1922).
  16. Literatur: G. Sello, Wildeshausen, in: Alt-Oldenb. (1903). F. Strahlmann. Wildeshausen z. Zt. des 30jähr. Krieges (1922).
  17. Literatur: G. Sello, Wildeshausen, in: Alt-Oldenburg (1903).
  18. Literatur: B. Engelke, Graf Heinr. der Bogener von Wildeshausen, in: BU. f. Münzfr. 47 (1912). H. Buchenau, Die Münzen der Propstei Wildeshausen, in: Z. f. Num. 15 (1887). B. Engelke, Der brem. Vogt von W. Friedr. von Schagen als Münzherr, in: Bll. f. Münzfr. 47 (1912).
  19. Literatur: G. Sello, W., in: Alt-Oldenburg (1903).
  20. Literatur: K. Willoh, Gesch. der kath. Pfarreien im Hzt. Oldenb. (o. J. um 1898).
  21. Quelle: Börsting, H.: Geschichte des Bistums Münster (1951)
  22. Literatur: Th. Lier, Das Alexanderstift in Wildeshausen in: Magazin für die Staats- und Gemeindeverwalt. im Großhzt. Oldenb. 3 (1862). Mitt. aus dem Prozeß der luth. Kirchengem, zu St. Alexander in Wildeshausen und der luth. Schulgem. daselbst wider das Großhzgl. Staatsministerium, in: Z. für Verwalt. und Rechtspflege im Großhzt. Oldenb. 17 (1890). Epping, Visitationsber. über Wildeshausen 1616, in: Z. der Ges. für niedersächs. Kirchengesch. 2 1897).
  23. Literatur: Zur Gesch. des Apothekerwesens im Hzt. Oldenb.,in: Magazin für die Staats- und Gemeindeverwlt. im Großhzt. Oldenb. 7 (1866). Oldenb. soziale Anstalten (1929). F. Strahlmann, Die Apoth. in W., in: Heimatbll. für das Oldenb. Münsterland 16 (1934).
  24. Literatur: G. Sello, Zur Gesch. der Schule in Wildeshausen vom Mittelalter bis in das 18. Jh. in: Mitt. der Ges. für dt. Erz.- und Schulgesch. 4 (1894). H. Tietje, Die Taubstummenanst. zu Wildeshausen, Jahrh. Festschrift (1920).

Weblinks

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Genealogische Internetseiten

Heimatverein

  • Bürger- und Geschichtsverein Wildeshausen e.V.

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