FamilySearch-Center
Betrieben werden die FamilySearch-Center (FSC) von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (kurz Kirche Jesu Christi oder HLT, auch Mormonen genannt oder kurz LDS für The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints).
Frühere Bezeichnungen waren Center für Familiengeschichte (die deutsche Übersetzung von Family History Center, kurz FHC) sowie Genealogie-Forschungsstelle oder Familienforschungsstelle.
Das nächstgelegene Center findet man auf der Liste aller Forschungsstellen.
Digitalisierte Filme und andere Quellen
Die Genealogische Gesellschaft von Utah (GSU) wurde 1893 gegründet, um die Mitglieder der Kirche Jesu Christi bei der Familienforschung zu unterstützen. Sie sammelte zunächst Bücher und Schriften und begann bereits 1938 mit der Mikroverfilmung von Originaldokumenten unterschiedlichster Art. Sie verfügt heute über ein riesiges Archiv mikroverfilmter Originaldokumente aus der ganzen Welt. Die Hauptstelle der Bibliothek der Genealogischen Gesellschaft befindet sich in Salt Lake City, Zweigstellen sind in der ganzen Welt vorhanden. Die GSU wurde in FamilySearch umbenannt.
Bis September 2017 wurden die Filme zur Ausleihe in die Center bestellt, um sie dort an Filmlesegeräten einzusehen. Die vor dem Ende des Verleihs bestellten Filme bleiben im jeweiligen Center und können weiterhin eingesehen werden.
Die Mikrofilme wurden bzw. werden von FamilySearch digitalisiert, die meisten sind bereits digital verfügbar. Heute werden Filme nur noch digital zur Verfügung gestellt.
Man kann sie im Internet auf FamilySearch einsehen, wenn die Archive, in denen die Originaldokumente liegen, dies gestatten (siehe dazu auch COMPUTERGENEALOGIE 3/2017). Andernfalls kann man sie in einem FamilySearch-Center einsehen, entweder an einem der dortiten PCs oder am eigenen mitgebrachten Laptop via WLAN. Für die Nutzung der PCs muss man sich anmelden.
Die im Center zugängliche Oberfläche bietet auch die Möglichkeit, in kostenpflichtigen Datenbanken wie Ancestry und MyHeritage zu recherchieren (siehe dazu Computergenealogie/2018/09#Gesperrte Daten in Forschungszentren zugänglich?).
Sperrvermerke
Die Eigentümer der Originaldokumente haben Verträge und Vereinbarungen mit der GSU geschlossen. Einzelheiten zeigt der Filmkatalog. Kirchenbücher können für die Einsichtnahme in Deutschland oder für Europa gesperrt sein.
Es ist möglich, eine individuelle Aufhebung der Sperre beim Rechteinhaber zu beantragen. Für Familienforscher werden oft Genehmigungen erteilt, wenn diese keine Mitglieder der Kirche Jesu Christi sind.
Support
Bei Fragen kann man sich an den FamilySearch-Support wenden.
Siehe auch
- FamilySearch
- FamilySearch-Katalog
- FamilySearch-Katalog/Beispielsuche
- FamilySearch-Katalog/Kataloginfos
- FamilySearch-Katalog/Suchergebnis
- Kategorie:FamilySearch