Der Regierungsbezirk Aachen (1850)/258

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Der Regierungsbezirk Aachen (1850)
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Ac regbez kaltenbach 1850.djvu
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er keine Kinder hatte, verkaufte er seinen Antheil am Herzogthum Jülich dem Erzstift von Köln für 100,000 Gulden. Er erhielt indessen noch Kinder und 1452 verbanden sich die Ritterschaft und Städte von Jülich mit Gerard, Herr von Blankenheim, welcher das Heinsbergsche Viertel von Jülich besaß, gegen die Erfüllung des Verkaufs von Jülich, der auch nicht zu Ausführung kam. 1468 belagerte er die Stadt Montjoie 4 Wochen lang, wurde aber durch den Herzog von Brabant gezwungen, die Belagerung aufzuheben. Im Jahre 1473 verkaufte dann Herzog Gerard VIII. seine Ansprüche an Geldern dem Herzog Karl von Brabant für 80,000 Goldgulden und starb 1475. Sein Sohn Wilhelm IV., Herzog zu Jülich, Berg und Graf zu Ravensberg, führte noch Streitigkeiten wegen Geldern und besonders um Erkelenz. Unter seiner Regierung wurde die Stadt Heinsberg dem Jülicher Herzogthume einverleibt. Er hinterließ 1510 seine Erbtochter Maria, welche Johann I., ältestem Sohne des Herzogs von Kleve, vermählt war. Er schloß 1538 einen Successionsvertrag mit Herzog Karl von Geldern, den die Stände dazu zwangen, dem Wilhelm, Johann's Sohn, die Nachfolge einzuräumen. Karl starb vor Herzeleid darüber. Maria lebte bis 1543. Ihr Sohn, Herzog Wilhelm V. von Jülich, Berg, Cleve, Geldern, Graf von der Mark und Ravensberg war indessen seinem Vater in der Regierung gefolgt. 1540 begab er sich nach Brüssel zu Kaiser Karl V., um seine Ansprüche auf Geldern auszuführen. Da er damit nicht zu Stande kam, so schloß er sich an Frankreich an und verlobte sich mit der Schwester Königs Franz I. Hierauf fing der