Grabstein-Projekt/Leitfaden

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Grabstein-Projekt
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Grabstein-Datenbank Leitfaden Besondere Gräber Interessante Infos Projektkoordination: Holger Holthausen
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Diese Seite gehört zum Grabstein-Projekt und wird nur von den Projektverantwortlichen betreut. - Änderungen / Ergänzungen bitte der Projektorganisation mitteilen!


Info
Du möchtest im Grabstein-Projekt mitmachen?

Prima, bitte schaue dir zunächst das Erklärvideo an.
Das Grabstein-Projekt wird ehrenamtlich geführt, es ist kostenfrei und öffentlich. Die Mitarbeit ist für jedermann geeignet und an keine Vereinsmitgliedschaft gebunden.

  • Im Leitfaden liest du ausführliche Hinweise - Tipps findest du in der Foto-Hilfe - Antworten auf deine Fragen bekommst du hier: FAQ.

Zuallererst ist eine Meldung bei der Projektorganisation Holger Holthausen erforderlich, von dort erhältst du Informationen zur Mitarbeit.

Für die Archivierung deiner Dokumentation, sie beinhaltet die Grabsteinfotos und Online-Datenerfassung (hier eine Übung), werden benötigt:

  • Checkliste (dieses Formular auf den Rechner speichern, danach ausfüllen)
  • Grabsteinfotos
  • Friedhofsordnung

Bitte sende die kompletten Unterlagen in einem Ordner nur per Cloud WeTransfer an die Projektorganisation, sie lädt die Fotos in das Grabstein-Projekt.

Bei Unklarheiten kannst du dich an uns wenden, wir stehen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.


Gestatte uns folgende Hinweise:
Das Grabstein-Projekt wird ehrenamtlich (also honorarfrei und während der Freizeit) in dem gemeinnützigen Verein für Computergenealogie e.V. (CompGen) betrieben und ist keine Dienstleistungsinstitution.
Wir bitten deshalb um Verständnis, dass unsere Mitarbeiter keine sogenannten Auftragsforschungen übernehmen oder Auskünfte über genealogische Recherchemöglichkeiten erteilen.

Zweck des Leitfadens

Die Mitarbeit im Grabstein-Projekt ist recht interessant, vielfältig und abwechslungsreich.
Der Leitfaden bietet eine umfangreiche Information und übersichtliche Hilfestellung für die Dokumentation von Grabsteinen auf Friedhöfen.
Darüber hinaus beinhaltet der Leitfaden eine Empfehlung für das Fotografieren und das allgemeine Verhalten auf dem Friedhof.
Für die Namens- und Datenerfassung / Indexierung stellt der Leitfaden ein verbindliches Regelwerk dar.

Gesetzliche Grundlagen

Das Amtsgericht Mettmann hat am 16.06.2015 in einem Urteil das *Grabstein-Projekt* voll und ganz bestätigt:

Hier einige Kommentare der juristischen Fachwelt dazu:

Friedhöfe sind in der Regel frei zugängliche und damit öffentliche Plätze. Die Grabstellen selbst stehen im Besitz und darauf aufgestellte Grabsteine im Eigentum der jeweiligen Grabstelleninhaber.

Die Benutzung der Friedhöfe richtet sich nach den einschlägigen Friedhofsgesetzen der Bundesländer und den daraufhin erlassenen Friedhofs- und Benutzungordnungen der kommunalen, kirchlichen oder privaten Friedhofsträger.

Daten auf Grabsteinen unterfallen nicht den einschlägigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen, weil Datenschutzgesetze nur auf lebende Personen Anwendung finden. Soweit durch die jeweilige Benutzungordnung keine anderweitigen Bestimmungen getroffen wurden, besteht auf Friedhöfen auch kein Fotografierverbot. Gleiches gilt für die Grabstellen und/oder die Grabsteine.

Auf zu beachtende Benutzungsregeln wird auf den Friedhöfen in der Regel hingewiesen, sie sind zu beachten!

Lies die entsprechende Friedhofsordnung um festzustellen, ob das gemeinnützige/ehrenamtliche Fotografieren und das Veröffentlichen der Dokumentation erlaubt sind.
Solltest du über diesbezügliche Formulierungen in der Friedhofsordnung unsicher sein, kannst du uns die Friedhofsordnung zur Prüfung schicken.

Friedhofsordnung (-satzung)

Die Verhaltensregeln der Friedhofsordnung sind unbedingt einzuhalten; fast jeder Friedhof besitzt eine solche verbindliche Satzung.
Die Friedhofsodnung wird vor dem Beginn des Fotografierens vom Fotografen beschafft.

Meistens können die Friedhofsordnungen aus dem Internet heruntergeladen oder von der Friedhofsverwaltung erbeten werden.
Die Friedhofsordnungen der kommunal (städtisch) verwalteten Friedhöfe sind oftmals auf der Ortshomepage unter den folgenden Stichworten zu finden: Ortsrecht, Satzungen oder Friedhof.
Mittlerweile stellen einige Kirchengemeinden und Kirchenkreise ihre Friedhofsordnungen ebenfalls im Internet zur Verfügung.

Lies bitte in der Friedhofsordnung den Passus -Ordnungsvorschriften- um festzustellen, ob das ehrenamtliche (nicht gewerbliche) Fotografieren und das Veröffentlichen der Dokumentation erlaubt sind.

Solltest du über Formulierungen unsicher sein, darfst du uns die Friedhofsordnung gerne zur Prüfung schicken.

Für die Dokumentation auf einem historischen Friedhof wird keine Friedhofsordnung benötigt.

  • Die Friedhofsordnung oder Genehmigung und die Checkliste (alles als PDF-Datei) sind zusammen mit den Grabsteinfotos bei der Projektorganisation einzureichen.
Alternativ zur Friedhofsordnung genügt eine kurze, schriftliche Genehmigung (per Mail) der Friedhofsverwaltung zur Veröffentlichung der Dokumentation.

Datenschutz

Möglicherweise noch lebende Personen

Auf einigen Friedhöfen befinden sich Grabsteine, an denen Personen mit dem Geburts- aber ohne Sterbedatum verzeichnet sind.
Diese Tatsache mag verschiedene Gründe haben, wir sperren solche Fotos für 110 Jahre nach dem Geburtsjahr.
Nach Ablauf dieser Frist werden die Grabsteinfotos und Namen/Daten automatisch angezeigt.

Bildnisse der Verstorbenen auf Grabsteinen

Regional ist die Gestaltung und Ausführung der Grabsteine recht unterschiedlich.
Teilweise sind Bildnisse (Porträts, Konterfeis, Zeichnungen) der verstorbenen Personen in verschiedenen Techniken an den Grabsteinen installiert.
Solche Grabsteinfotos sperren wir für 10 Jahre ab dem Sterbedatum (der abgebildeten, zuletzt verstorbenen Person).
Sollte kein Sterbejahr am Grabstein verzeichnet sein, gilt als Beginn der Sperrfrist das Aufnahmejahr vom Grabsteinfoto.
Nach Ablauf dieser Frist werden die Grabsteinfotos automatisch sichtbar. Die Personen-Bildnisse bitte nicht separat darstellen.

Traditionelles Trauerjahr

Wir haben uns freiwillig zu folgender Regelung entschlossen:
Die Anzeige der Grabsteinfotos mit Inschriften von Personen die im laufenden und vorhergehenden Jahr gestorben sind, wird automatisch unterdrückt.
Dazu besteht zwar datenschutzrechtlich keine Veranlassung, doch wir orientieren uns am traditionellen Trauerjahr.
Nach Ablauf dieser selbst auferlegten Frist werden die Grabsteinfotos und Namen/Daten automatisch sichtbar.

Aktivitäten für einen Dokumentationsbeitrag

Bitte betrachte zunächst das Erklärvideo.
Die Dokumentation beinhaltet das Fotografieren von Grabsteinen und das Online-Indexieren (Erfassen) der Namen und Daten von Verstorbenen.
Für Anfänger eignet sich die Dokumentation eines historischen und jüdischen Friedhofs oder die Aktualisierung eines bereits vorhandenen Friedhofs im Projekt weniger!

Tipps für die fotografische Dokumentation

Bitte unbedingt beachten!

Keine Veränderungen am Grab vornehmen.
Verhalte dich beim Fotografieren auf dem Friedhof takt- und rücksichtsvoll.

Vorbereitungen

Handwerkzeug mitnehmen

Zum Fototermin ist die Mitnahme folgender Gegenstände ratsam: Digital-Fotokamera (vorher den Akku laden), evtl. Ersatzakku und Ersatzspeicherkarte, Schreibzeug und ein kleiner Handbesen.

Friedhofsplan als Dokumentationshilfe

Es wird empfohlen, systematisch nach einem Friedhofsplan (eventuell selbst erstellt) zu fotografieren, also Grab für Grab, Reihe für Reihe, Feld für Feld.
Nach dem Fotografieren der Grabsteine auf den einzelnen Friedhofsabschnitten können diese in dem Plan als „fertig fotografiert“ abgestrichen werden.
Manchmal hat der Fotograf das Glück und ein vereinfachter Plan hängt in einem Schaukasten am Friedhofseingang, dieser Plan wird fotografiert und im heimischen Büro ausgedruckt.
Alternativ lässt sich mit etwas Fantasie und Geschick eine grobe Handskizze mit den typischen Merkmalen eines Bestattungsareals fertigen. Der Rundgang über den Friedhof ermöglicht eine kleine Übersicht über die Struktur des Platzes. Der Grundriss ist mit wenigen Linien skizziert, anschließend werden die Eingänge und die Kapelle oder ein anderes markante Gebäude eingezeichnet. Als weitere Orientierungshilfen können die Haupt- und Nebenwege, sowie Wasserzapfstellen und Bänke oder große, auffällige Bäume im Plan positioniert werden. Auf dem Friedhof vorhandene, sogenannte Feld- oder Abteilungsbezeichnungen komplettieren den Arbeitsplan.
Wer sich künstlerisch nicht gerne betätigt, hat bei der Nutzung kostenloser Programme wie z.B. Google Earth, Google Maps oder OpenStreetView die Möglichkeit, das Friedhofsgelände aus der Vogelperspektive zu betrachten und auszudrucken. Dabei sollte der Friedhofsplan optimal in der Größe eingestellt sein.

Auf dem Friedhof

Guter Zeitpunkt zum Fotografieren

WICHTIG:
Zum Fotografieren von Grabsteinen ist NUR bedecktes Wetter vorteilhaft.
Sonnenstrahlen erzeugen besonders auf den polierten Grabsteinen und dem Kameradisplay zusätzliche Spiegelungen.
Außerdem muss möglicherweise bei starkem Gegenlicht fotografiert werden - keine Situationen um tolle Fotos zu erhalten!
Die günstigen Jahreszeiten zum Fotografieren sind der Winter und das Frühjahr. Im Winter (natürlich ohne Schneedecke) stören keinerlei hochgewachsene Grabpflanzen und die Gehölze sind kurz geschnitten. Allerdings fühlt sich nicht jeder Fotograf bei den kühlen Temperaturen wohl. Etwas angenehmer ist die Pflanzzeit im Frühjahr (etwa März), dann sind die Wintergestecke abgeräumt und die Neuanpflanzungen noch niedrig.
Ein besonders unpassender Moment zum Fotografieren auf dem Friedhof ist eine Beerdigung!
In einer solchen Situation gebieten der Respekt und das Taktgefühl gegenüber den Trauernden, das Fotografieren einzustellen und sich diskret an eine andere Stelle des Friedhofs zu begeben.

Das erste Fotos

Das erste Foto sollte vom Eingang des Friedhofs gemacht werden [evtl. auch vom Ortseingangsschild als weiteres Bild auf dieser virtuellen Grabstelle].
Siehe auch die Rubrik Miniaturfotos (Kategorien) anlegen.

Grabstein optimal ablichten

Wichtig ist, dass der Grabstein in seiner Ganzheit fotografiert wird. Fast das gesamte Bildformat sollte ausgefüllt sein, damit die Inschrift gut erkennbar ist. Dieses gewünschte Ergebnis wird durch das Zoomen des Objektivs oder durch Herstellen eines entsprechenden Abstandes des Fotografen zum Grabstein erreicht. Ein späteres Zuschneiden der Fotos wird somit erspart.
Der Auslöseknopf der Kamera sollte kurz angetippt werden, damit sich das Kameraobjektiv richtig einstellt. Erst danach erfolgt der finale "Klick". Nur auf scharfen Fotos lassen sich die Inschriften gut lesen, dann ist der Informationswert optimal.
Die Grabsteinfotos sollen keine Grabumrandungen, Pflanzen, Grabvasen, Lebenslichter, bedruckte Trauerschleifen und Werbeschildchen von Dienstleistern des Friedhofs zeigen, denn sie sind im Grabstein-Projekt nicht erwünscht.
Außerdem ist das bewusste Fotografieren von zugewachsenen und verwilderten Grabstellen zu vermeiden.
Bitte mache für die sogenannten Friedhofsansichten (Minifotos) nur querformatige Fotos, sie sollten nicht beschnitten werden.
Einige leicht umsetzbare Tipps sind in der Foto-Hilfe gelistet.

Mehrere Grabsteine einer Grabstelle

Bei einer Grabstelle mit mehreren Grabsteinen ist ein Gesamtfoto der Grabstelle zu fertigen, das vereinfacht die spätere Zuordnung. Anschließend sind Fotos der einzelnen Grabsteine zu machen.
Später werden diese Fotos (eine besondere Kennzeichnung dieser Fotodateien ist nicht nötig) auf eine virtuelle Grabstelle zusammen geschoben. Auf einer Grabstelle ist Platz für max. 26 Fotos.
Das Gesamtfoto dient lediglich als Hilfsmittel für die Zuordnung der einzelnen Fotos und wird abschließend gelöscht.

Welche Grabsteine dokumentieren

Sämtliche Grabsteine (von Vermissten und Gefallenen, ausländischen Mitbürgern eingeschlossen) sind dokumentierungswürdig. Die Grabsteinfotos mit neueren Sterbedaten werden für das laufende und vergangene Jahr automatisch gesperrt und später automatisch sichtbar gemacht; wir orientieren uns am traditionellen Trauerjahr. Grabsteine die nur den Familiennamen enthalten werden genauso dokumentiert wie Grabsteine mit fremden Schriftzeichen. Gelegentlich sind auch die Rückseiten der Grabsteine beschriftet. Zur besseren Lesbarkeit bzw. Vervollständigung der Inschriften können zusätzliche Detailaufnahmen nützlich sein.
Grabsteine ist für das Grabstein-Projekt ein Sammelbegriff, er umfasst sämtliche steinernen, hölzernen und schmiedeeisernen Grabmale, sowie Plaketten von Baumgräbern und Urnenwänden.

Sämtliche Grabsteine erfassen

Das Grabstein-Projekt ist auf die Erfassung sämtlicher Grabsteine eines Friedhofs zum Zeitpunkt der Dokumentation ausgerichtet.
1. Ausnahme: Historische, aufgelassene Friedhöfe - hier ist die Dokumentation sämtlicher Grabsteine aus verschiedenen Gründen nicht immer möglich.
2. Ausnahme: Fotos von ordinären Grabdenkmalen ohne eine Inschrift von Namen und Daten der Verstorbenen sind für das Grabstein-Projekt nicht dokumentationswürdig.

Grabstellen ohne Grabmal

Es macht für unser Projekt keinen Sinn, die Grabstellen ohne aufgestellte Grabmale (Grabstein, Grabkreuz o.ä.) zu fotografieren!

Grabdenkmale ohne Inschrift

Fotos von ordinären Grabdenkmalen ohne eine Inschrift von Namen und Daten der Verstorbenen sind für das Grabstein-Projekt nicht dokumentationswürdig.

Unpassende Fotos

Fotos von folgenden Dingen sind im Grabstein-Projekt nicht archivierungswürdig:
Familien-/Traueranzeigen, Totenzettel, Stolpersteine, Listen, Tabellen, Gedenkbücher, Trauerschleifen, Urkunden, Hinweistexte, Informationsschilder, Friedhofsatzungen, Friedhofspläne o.ä.
Unpassende, überflüssige und überzählige Fotos (auch sogenannte Hilfsfotos und Fotos von Grabstellen ohne Grabdenkmal) werden von der Projektorganisation kommentarlos gelöscht.

Kriegstote

Kriegerdenkmale dokumentieren

Zu den Fotos sämtlicher Grabsteine eines Friedhofs werden gerne die Fotos eines Kriegerdenkmals gefertigt.
Allerdings möchten wir die Denkmale nur zusammen mit dem dortigen Friedhof archivieren; alleinige Kriegerdenkmale finden im Grabstein-Projekt keinen Platz.
Achtung: Fotos von Gedenktafeln der Kriegsopfer und Gefallenen in umbautem Raum veröffentlichen wir nur mit einer entsprechenden Erlaubnis des Eigentümers!

Kriegsgräberstätten und Ehrenhaine

Die Fotos der Grabsteine und -kreuze von gefallenen (in- und ausländischen) Soldaten und durch Kriegseinwirkung und Gewaltherrschaft verstorbenen Zivilisten auf den teilweise separat angelegten Ehrenhainen, Begräbnisplätzen für Kriegstote und Kriegsgräberstätten können im Grabstein-Projekt dokumentiert werden.
Allerdings möchten wir die Stätten nur zusammen mit dem dortigen Friedhof archivieren.

Besondere Bauwerke

Urnenwände und Kolumbarien

An den Urnenwänden, -stelen und in den Kolumbarien befinden sich oftmals zahlreiche Gedenktafeln; sie werden einzeln fotografiert.

Gedenksteine, Holzkreuze, Schmiedeeisen

Diese Denkmale auf den Friedhöfen sind in der Datenbank Grabsteine willkommen.
Sämtliche Friedhofsobjekte, die zum Gedenken erinnern und Namen und Daten der Verstorbenen beinhalten, sind dokumentationswürdig.

Andere Friedhöfe

Jüdische Friedhöfe

Wir erwarten die Beachtung und Respektierung folgender Regeln für sämtliche jüdischen Friedhöfe:
Jüdische Friedhöfe sind nicht an einem Sabbat - Sonnenuntergang freitags bis zur abendlichen Dunkelheit am folgenden Sonnabend - zu betreten.
Auch männliche Nichtjuden bedecken ihren Kopf beim Betreten eines jüdischen Friedhofs.
Hinweis: Etliche Grabsteine auf jüdischen Friedhöfen sind zweiseitig beschriftet (hebräisch/lateinisch); beide Inschriften werden fotografiert.

Ausländische u. historische Friedhöfe

Für die Dokumentation von Grabsteinen auf ausländischen und historischen Friedhöfen gelten etwas differenzierte Vorgaben, bitte informieren Sie sich vorab bei der Projektorganisation.

Empfehlungen zur Bearbeitung von Fotos

Foto-Beschneidung

Das Foto soll tatsächlich nur den ganzen Grabstein zeigen, damit die Grabsteininschrift größtmöglich erscheint und gut lesbar ist.
Das optische Umfeld des Grabsteins ist für die Dokumentation im Grabstein-Projekt nebensächlich; deshalb ist es oftmals nötig, die Fotos mit einem Foto-Bearbeitungsprogramm zu beschneiden.

Foto-Verschönerung

Vor Weitergabe der Fotodateien ist grundsätzlich eine Qualitätskontrolle am heimischen Bildschirm vorzunehmen und doppelte bzw. unbrauchbare Fotos sind zu löschen. Die mögliche Fotobearbeitung (kostenlose Programme wie z.B. "Picasa von Google" und "Irfanview" oder "Paint.Net" bieten sich an) lässt der nachräglichen Verschönerung viel Spielraum. So kann man den Fotoausschnitt neu definieren, das Foto aufhellen/abdunkeln oder den Kontrast erhöhen, das Motiv gerade stellen oder die Farben verändern. Besonders günstig ist das Beschneiden der Fotos um unliebsame Begleiterscheinungen im Foto zu tilgen. Unbeabsichtigt fotografierte Personen, Körperteile des Fotografen, Autokennzeichen, Wohnhäuser und Trauerschleifen sind zu vermeiden und empfehlen sich nicht für die Veröffentlichung.

Foto-Dateien

Die Fotos werden auf dem Server als JPG-Dateien abgelegt; deshalb sind sie nur mit dieser Endung dem Grabstein-Projekt zur Verfügung zu stellen.
Fotos mit der Dateiendung JPEG werden nicht verarbeitet!
Bitte die Fotodateinamen nicht umbenennen, also die automatisch von der Kamera erzeugten Fotodateinamen und -nummern unverändert lassen!
Die Fotos sind auf 500 Pixel Bildbreite pro Foto zu verkleinern.

Foto-Bearbeitungsschalter im Login-Bereich

Für die Bearbeitung der Fotos im Grabstein-Projekt (Login-Bereich) stehen verschiedene Funktionen zur Verfügung:

  • Foto austauschen
  • Foto 90° im Uhrzeigersinn drehen
  • Foto 90° gegen den Uhrzeigersinn drehen
  • Foto auf andere Grabstelle verschieben
  • Foto hinzufügen
  • Foto löschen
  • Foto sperren

Die Foto-Bearbeitungsschalter sind zur Aktivierung anzuklicken. Einige Funktionen erwarten zur Bestätigung des Vorgangs ein erneutes Anklicken,
bzw. das Anklicken des OK-Schalters.

Geodaten vom Friedhof

Beim Anlegen der Stammdaten eines neuen Friedhofs im Projekt werden die Geodaten (Koordinaten) vom Einsender der Fotos benötigt.

So ermittelt man die Geodaten für's Grabstein-Projekt:

1. Startseite von Google Maps aufrufen.
2. Das weiße Eingabefeld "In Google Maps suchen" ausfüllen, ENTER-Taste drücken.
3. Das Bild vergrößern, bis das gesuchte Friedhofsareal möglichst groß zu sehen ist (unten links ist die Landkarte auf Satellitenbild umschaltbar).
4. Den optischen Mittelpunkt vom Friedhofareal per Mausklick positionieren und so den grauen bzw. roten "Tröpfchenmarker" erzeugen...
5. ...die gesuchten Geodaten werden angezeigt.
6. Nun das auf der "Seite liegende" blaue V-Zeichen mit den drei kleinen Kreisen anklicken.
7. Die Geodaten z.B. 54.101010, 9.101010 (bitte nur in diesem Format liefern) in die Checkliste kopieren.

Bitte erzeuge die Geodaten NUR mit Google Maps!

Versand der Grabsteinfotos und Unterlagen

Dein Beitrag kann nur bei Einsendung sämtlicher Unterlagen und Angaben bearbeitet werden!

Bitte stelle deine Fotos und Unterlagen komplett in einer Sendung (jeweils für einen Friedhof) der Projektorganisation zur Verfügung; von dort werden die Fotos ins Grabstein-Projekt hochgeladen.

  • Für den Versand der Fotos und Unterlagen in einem Ordner (keine Unterordner, nur Fotos plus Friedhofsordnung und Checkliste) nutze bitte den externen, kostenlosen Cloud-Dienst WeTransfer

Füge unbedingt die ausgefüllte Checkliste (das Formular zunächst auf den Rechner speichern, danach ausfüllen)
und die Friedhofsordnung bei (oder eine schriftliche Genehmigung der Friedhofsverwaltung zur Veröffentlichung der Dokumentation).

Zur Sicherheit teile bitte immer in der Cloud (Eingabefeld: Nachricht) deinen Namen, den Friedhofsnamen und die Anzahl der Fotos mit.
Mit dem Einreichen deiner Fotos stimmst du gleichzeitig einer dauerhaften Veröffentlichung im Grabstein-Projekt zu.

Verbindliche Regeln zur Datenerfassung / Indexierung

Jeder Fotograf übernimmt für seine Dokumentation die Online-Erfassung der Namen und Daten aus der Grabsteininschrift.
Die Namen und Daten von angelieferten Tabellen können nicht in das Projekt installiert werden.

Nach dem Hochladen der Fotos durch die Projektorganisation in das Grabstein-Projekt kann der Datenerfasser für jedes Bild eine Eingabemaske aktivieren, die schaut so aus:

2014 GP Leitfaden Formular 001.png



Dort hinein werden die Namen und Daten der verstorbenen Personen eingegeben. Grundsätzlich gilt, dass die Eingabefelder nur mit den vorgesehenen Namen/Daten zu füllen sind.
Überflüssige Datensätze "bitte bearbeiten" nach der Indexierung löschen!

Dazu hier eine kleine Übung.
Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Erfassungsregeln.

Namen

Namenszusätze entfallen

  • Angaben zu Beruf, Rang, Würde, Adel, Ehre, Grad und Dienst entfallen.
Beispiele: Bürgermeister, Bäckermeister, Kapitän, Gutsbesitzer, Lehrer, General, Major, Pastor, Schwester, Freifrau, Baron, Edler, Senator,
Oberregierungsrat, Prof., Dr. med., Dipl.-Ing., Direktor, Rechtsanwalt, Notar, Steuerberater.
  • Angaben zu verwandtschaftlichen Beziehungen entfallen.
Beispiele: Familie, Geschwister, Eheleute, Carls Sohn.
Beispiele: Bärchen, Süßerchen, Engelchen, Ratzputz, Mopsi, Fipsi, Buzzi, Häschen.
  • Angaben zu Nummern bei nummerierten Namen entfallen.
Beispiele: Manfred Mustermann IV, Johann 5.
  • Angaben zu Senior und Junior entfallen.
Beispiele: Willi Wacker, sen., Stefan Stachel, jun.

Namensteile (Präfixe)

  • erscheinen mit Komma und einem Leerzeichen nach dem Komma.
Beispiele: von, v., von der, an der, auf der, im, an, zu, zum, tom, tor, de, van, van de, le, gr., kl., Mc / Mac
2014 GP Leitfaden Formular 002.png


Name "genannt"

Beispiel: "Karlheinz Glöckner genannt Schönfeld"
1. Eintrag: Karlheinz Glöckner *1910 / +1994
2. Eintrag: Schönfeld *k.A. / +k.A.

Doppelnamen (Nach- u. Geburtsnamen)

Beispiel: "Senke-Rasmussen"
  • beim Eintrag dieses Nachnamens (oder Geburtsnamens) wird als Suchergebnis der Datenbank nur "Senke" angezeigt.
Bitte die Person zusätzlich mit Namen "Rasmussen" anlegen, damit auch dieser Name gefunden wird. Also zwei Einträge erfassen, jedoch nur den ersten davon mit Geburts- und Sterbedaten!
1. Eintrag: Senke
2014 GP Leitfaden Formular 006.png


2. Eintrag: Rasmussen
2014 GP Leitfaden Formular 007.png


  • Hinweis: Fälschlicherweise werden oftmals Doppelnamen auf den Grabsteinen sogenannter Familiengräber gelesen.
Die beiden Nachnamen nennen allerdings meistens den männlichen Verstorbenen und die Schwiegereltern bzw. den Geburtsnamen der Ehefrau.
Außerdem befinden sich überwiegend zwischen den beiden Nachnamen Gedankenstriche (keine Bindestriche) und vor und nach dem Gedankenstrich sind Wortzwischenräume (Leerzeichen) graviert.
Echte Doppelnamen gibt es vermehrt erst seit der jüngsten Vergangenheit, auch als Ausdruck der Emanzipation.

Namen verwitweter / geschiedener Personen

Beispielfoto

  • (sollen nicht im Feld -Geburtsname- eingegeben werden!)
Beispiel a): Schröder, Erna, geb. Meier, verw. Kunz, *1902, +1992
Beispiel b): Schröder, Erna, geb. Meier, gesch. Kunz, *1902, +1992

In diesen Fällen wird die Person zusätzlich mit dem ehemaligen Nachnamen angelegt. Also jeweils zwei Einträge erfassen!

1. Eintrag:
2014 GP Leitfaden Formular 008.png


2. Eintrag:
2014 GP Leitfaden Formular 009.png


Namen von Künstlern

  • Sind der Künstlername und der bürgerliche Name eines Verstorbenen bekannt, werden beide erfasst, siehe Beispielfoto und Verlinkung rechts davon.

Oder, vermutlich besser bekannt:

1. Eintrag: Carrell, Rudi *1934 | +2006
2. Eintrag: Kesselaar, Rudolf Wijbrand *1934 | +2006

Namen als Unterschriften (Faksimiles)

  • Persönliche Unterschriften, die sogenannten Faksimiles als Grabstein-Inschrift sind in diesem Beispiel gut zu deuten. Sind sie nicht entzifferbar, werden sie mit Nachname unbekannt erfasst.
Alternativ könnten die Namen bei der Friedhofsverwaltung erfragt werden.

Namen von Ordensmitgliedern

  • Zeigt die Grabsteininschrift nur einen Ordensnamen, z.B.: M. = Maria | B./Br. = Bruder | P. = Pater, so wird er als Vorname erfasst.
Eintrag: Nachname unbekannt, M. Ludgeriana *1911 | +1999
  • Ist allerdings der bürgerliche Nachname bekannt (aber nicht auf dem Grabstein genannt) wird die Person wie üblich erfasst.
Eintrag: Stormann, Katharina *1911 | +1999
Im Feld -Inschrift- rechts neben dem Foto wird eine Erklärung eingetragen: [M. Ludgeriana = Stormann, Katharina]
Die Quellenangabe wird in der Rubrik -Bemerkungen- unter dem Foto archiviert.
  • Auch diese Namensversion ist möglich: Bürgerlicher Nachname, (Ordens-)Schwester-/(Ordens-)Bruder-/Patervorname.
Eintrag: Stormann, M. Ludgeriana *1911 | +1999
  • Sollte der bürgerliche Name zusätzlich auf dem Grabstein genannt sein, wird nur dieser erfasst.

Namen "zum Gedenken - in memoriam"

  • Diese verstorbenen Personen werden ebenfalls mit ihren Namen und Daten erfasst.

Vornamen (Mehrfachnennungen)

  • Die Vornamen werden nacheinander, ohne Kommata, erfasst.
Beispiel: "Anna Maria Elisabeth"

Vornamen (Abkürzungen)

  • Bitte genau so von der Grabsteininschrift übernehmen; also die Abkürzung nicht auflösen.
Beispiele: Marg. - Barb. - Elis. - Theod. - Joh. - Chr. - Wilh. - Heinr. - Phil. - v.
  • Abgekürzte Vornamen erhalten nach dem Punkt einen Wortzwischenraum (Leerzeichen).
Beispiele: J. A. W. oder Chr. Ad. Diedr.

Nachname (Abkürzung)

  • Ein abgekürzter Nachname (z.B. "K.") ist für die Suche in der Datenbank nicht hilfreich,
deshalb entfällt dieses Foto und es werden keinerlei Eingaben/Erfassungen gemacht!

Vor- u. Geburtsnamen unlesbar oder fehlen

  • Die Eingabefelder bleiben leer (kein "k.A." eingeben); bitte keine ? für nicht lesbare Teile benutzen.

Nachnamen unlesbar oder fehlen

  • die Fotos von Grabsteinen ohne Nachnamen können in der Datenbank archiviert werden.
In das Eingabefeld -Nachname- wird Nachname unbekannt erfasst. Diese Eingabe erfolgt auch bei schlechter oder bruchstückweiser Lesbarkeit des Nachnamens.
Die Felder -Geburts-/Sterbejahr- bitte mit den lesbaren Daten oder jeweils k.A. füllen.

Familiengräber

Auf vielen Friedhöfen gibt es Gräber für mehrere Angehörige einer Familie. Oft steht auf dem Grabstein dann nur "Familie Schulz", "Grabstätte Schulz", "Ehepaar Schulz" oder "Schulz".
Weitere Verstorbene werden dann auf separaten Grabplatten oder kleinen Grabsteinen aufgeführt, oft nur mit Vornamen.
Wenn es keine weiteren Angaben zu Verstorbenen gibt, wird nur der Nachname und bei Geburts- und Sterbejahr jeweils k.A. erfasst.

Daten

Geburts- / Sterbedaten fehlen

  • k.A. (steht für: keine Angaben).

Bitte die entsprechende Schaltfläche in der Eingabemaske anklicken.

2014 GP Leitfaden Formular 010.png


Jahreszahlen

  • Für das Grabstein-Projekt werden die Jahreszahlen vom Geburts- und Sterbedatum vierstellig erfasst.
Fehlende Ziffern (das Jahrtausend und Jahrhundert werden manchmal auf dem Grabmal nicht genannt) sind zu ergänzen.

Gefallene, Vermisste und Kriegsopfer

  • Manchmal fehlen die Sterbedaten der gefallenen, vermissten Soldaten und Kriegsopfer.
Wir erfassen dann den wahrscheinlichen Sterbezeitraum wie folgt:

Frankreich-Feldzug 1870-71

2014 GP Leitfaden Formular 011.png


Erster Weltkrieg 1914-18

2014 GP Leitfaden Formular 012.png


Zweiter Weltkrieg 1939-45

2014 GP Leitfaden Formular 013.png


Unbekannte Soldaten / Opfer

  • Fast auf jedem Begräbnis- und Erinnerungsplatz für Gefallene, Vermisste und zivile Kriegsopfer sind Gedenkmale mit der Inschrift "Unbekannter Soldat" oder ähnlich aufgestellt.
Es macht wenig Sinn diese zahlreichen Fotos und entsprechende Erfassungen für unsere genealogische Datenbank zu archivieren.

Alter

  • Das "Alter" wird nur erfasst, wenn es direkt auf dem Grabstein genannt ist. Meistens zeigen historische Grabsteine eine entsprechende Inschrift.
Beispiele: "Katharina Henniges verstarb am 17.08.1899, im Alter von 76 Jahren" oder "Theodor wurde gesegnete 89 Jahre alt".
Doch aufgepasst, "...verstarb im 26. Lebensjahr" besagt, dass die Person nur 25 Jahre alt wurde!
2014 GP Leitfaden Formular 014.png


In seltenen Fällen zeigen neben dem Grabstein aufgestellte Tafeln o.ä. die Altersangaben; sie werden dann auch erfasst/indexiert.

Inschrift

  • Das Eingabefeld -Inschrift- (rechts vom Foto) ist für die Transliteration (buchstabengetreue Umsetzung eines Textes in eine - hier: lateinische - Schrift) und nicht für z.B. lediglich die Sinnsprüche vorgesehen.
Dort bitte 1:1 die komplette Grabsteininschrift ohne Zusatzinformationen eingeben.
  • Außerdem können vor Ort entzifferte Grabsteininschriften 1:1 in dieses Feld übertragen werden.

Ausnahmen:

  • Die Informationen vom "Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V." finden hier ihren Platz.

Beide Ausnahme-Einträge sind in [eckige Klammern] zu setzen.

  • Außerdem besteht die Möglichkeit in das Eingabefeld -Inschrift- eine Verlinkung zu installieren. Die Information der verlinkten Seite soll einen direkten Bezug zu dem dokumentierten Grabstein herstellen.
Beispiel: "Jo Schulz in Wikipedia", die Formel lautet: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jo_Schulz" target="_blank">Jo Schulz in Wikipedia</a>

Die fertige Installation schaut dann so aus.
Bei mehreren Fotos auf einer virtuellen Grabstelle ist die Verlinkung auf dem ersten, oberen Foto ausreichend.

Bemerkungen

  • In dieses Feld (unter dem Foto) können Hinweise auf Quellen oder genealogische Kontaktdaten angegeben werden.
Beispiel 1: "Persönliche Mitteilung von Manfred Mustermann aus Buxtehude.........gez. Heini Meier, 29.04.2012".
Beispiel 2: "Ergänzungen sind sicher. [Fotografenname] - [aktuelles Datum]."

Die "Bemerkungen" werden nicht öffentlich angezeigt.

Grabgeodaten, -nummern u. -felder

Das Archivieren dieser Bezeichnungen ist im Grabstein-Projekt nicht vorgesehen.
Es ist vorteilhafter, die Friedhofsbesucher setzen sich mit der jeweiligen Friedhofsverwaltung in Verbindung und erfragen, ob das Grab auf dem Friedhof noch vorhanden ist.

Sinnsprüche o.ä.

Religiöse und/oder weltliche Sinnsprüche auf den Grabsteinen sind im Projekt nicht erfassen.

Schriftmuster Fraktur

Auf älteren Grabsteinen befinden sich oftmals sogenannte Frakturschriften (Gebrochene Schriften).
Zum Entziffern helfen vielleicht diese beiden Schriftmuster: Fraktur oder Zeichentabelle

Unsicherheiten beim Datenlesen

Beim Ablesen der Grabstein-Inschriften entstehende Unsicherheiten werden folgendermaßen eingegeben/indexiert:

  • Nachname - "Nachname unbekannt", keine Fragmentbuchstaben eingeben
  • Vorname - Eingabefeld leer lassen; kein ? eingeben
  • Geburtsname - Eingabefeld leer lassen; kein ? eingeben
  • Geburts-/Sterbejahr - Lesbare Ziffern und Lücken mit ? eingeben, z.B. so: 1? - 19? - 1?24 - 19?4 - 192?
  • Alter - Eingabefeld leer lassen; kein ? eingeben

Miniaturfotos (Kategorien) anlegen

Die Miniaturfotos erscheinen auf der Eingangsseite eines Friedhofs, die fortlaufenden Ziffern (z.B. Friedhofsansicht 2) werden automatisch generiert.
Wir möchten insgesamt max. 12 Fotos - im unbeschnittenen Querformat - passend zu den weiter unten aufgeführten Kategorien zeigen.
Die Miniaturfotos (Eingang, Friedhofsansichten, Kriegerdenkmal usw.) machen optisch einen besonders guten Eindruck, wenn sie gleichmäßig im unbeschnittenen Querformat erscheinen.

Vorteilhaft ist auch, wenn der Betrachter insgesamt 4 oder 8 oder auch 12 Fotos beim Anklicken des Friedhofs erblickt.
Hier einige Beispiele von einem "ruhigen, geordneten Ensemble":

Ebern-Albersdorf (4 Fotos)

Graal-Müritz (8 Fotos)

Bruchsal-Untergrombach (12 Fotos)

In den jeweiligen Kategorien sortieren sich die Fotos in der Reihenfolge der zeitlich fotografischen Erstellung.

Folgende Kategorien sind für die Miniaturfotos möglich:

  • Eingang [evtl. Ortseingangsschild als weiteres Bild auf dieser virtuellen Grabstelle]
  • Friedhofsansicht [z.B. Gesamtansichten, Kapelle, Brunnen, Ruhebänke, Kunst auf dem Friedhof]
  • Gedenkstein
  • Gedenktafel
  • Gedenkkreuz
  • Anonyme Ruhestätte
  • Kriegerdenkmal
  • Urnenwand
  • Urnenfeld
  • Lapidarium [hier: Sammlung von alten Grabsteinen]
  • Kolumbarium [Urnenhalle auf dem Friedhof]
  • Sternenkinder [auch: Engels-, Schmetterlings- u. Regenbogenkinder]

Diese zusätzliche Kategorie (ohne Miniaturfoto) kann erscheinen:

  • Nachname unbekannt

Bitte keine weiteren Formulierungen verwenden wie z.B.: Säule, Kindergrab, Pastors Ruhestätte, Verwandtschaft, Plakettenstele, Gedenkhain, Aschestreufeld, Urnenbegräbnisstätte usw.

Eine Kategorie wird in das Feld -Nachname- eingetragen, so wie hier:

2014 GP Leitfaden Formular 015.png



Shortcuts

Bei der Erfassung besteht die Möglichkeit folgende Shortcuts zu verwenden:

  • <shortcut> + v = vorheriger Grabstein oder Pfeiltaste links
  • <shortcut> + n = nächster Grabstein oder Pfeiltaste rechts
  • <shortcut> + l = Foto links drehen
  • <shortcut> + r = Foto rechts drehen
  • <shortcut> + e = Editieren
  • <shortcut> + + = neuer Datensatz
  • <shortcut> + s = submit (ok) oder Eingabetaste

Bei Firefox entspricht <shortcut> der Tastenkombination ALT + SHIFT, bei allen anderen Browsern nur ALT.

Aktualisierung der Dokumentation

Die Aktualisierung einer Dokumentation im Grabstein-Projekt ist recht aufwändig und erfordert ein sehr strukturiertes Arbeiten; sie wird deshalb von den Aktiven als sog. "Königsdisziplin" bezeichnet.
Für die neuen, noch unerfahrenen Projektmitarbeiter ist diese Arbeit weniger geeignet.

Einige Jahre nach der Erst- bzw. Letztdokumentation besuchen etliche Fotografen die Friedhöfe noch einmal, um die neuen Grabsteine und die Steine mit den erweiterten Inschriften zu fotografieren.

  • Das neue Foto vom Grabstein mit den mittlerweile zusätzlichen Inschriften wird oberhalb des bereits archivierten Fotos platziert.
  • Das ältere Foto wird nicht gelöscht, wir möchten es in unserer Datenbank erhalten und so die Chronologie zeigen.

WICHTIG:
Bevor die Bearbeitung der vorhandenen Dokumentation beginnt, ist zu überprüfen, ob die dazu gehörige Friedhofsordnung (-satzung) erneuert oder ergänzt wurde und das Fotografieren und Veröffentlichen weiterhin erlaubt.

Die technische Umsetzung einer Aktualisierung wird von den Fotografen unterschiedlich gehandhabt. Eine verbreitete Vorgehensweise ist folgende:

  • Die Fotos von den offensichtlich neu aufgestellten Grabsteinen in einen Ordner sortieren und anschließend erfassen/indexieren.
  • Und die Grabsteinfotos mit den erweiterten Inschriften (neue verstorbene Personen) ebenfalls separieren.
Die entsprechende vorhandene, virtuelle Grabstellen-Nr. anhand des Vor- und Nachnamens der bereits früher verstorbenen Person ermitteln und das neue Foto zu dieser Grabstelle verschieben.
Hierzu kann man mit zwei Fenstern arbeiten, eines mit der Liste der bestehenden Gräber und eines mit den neu erfassten. Im ersten Fenster sucht man dann den bestehenden Grabstein, im zweiten verschiebt man das aktualisierte Bild.
Innerhalb der Grabstelle das neue Foto über das alte platzieren und nun die Namen und Daten der zusätzlichen Person(en) erfassen.

Verlinkungen

GOV (Geschichtliches Ort-Verzeichnis)

Der sogenannte GOV-Schalter (Geschichtliches Orts-Verzeichnis), rot umrandet, führt zu interessanten Informationen zum Ort des jeweiligen Friedhofs.

Betreuender Verein

Eine Verlinkung, rot umrandet, mit der Homepage des genealogischen Vereins, Heimatvereins oder Arbeitskreises der die Dokumentation des Friedhofs im Grabstein-Projekt betreut.

Beschreibung des Friedhofs im GenWiki

Über diesen Link, rot umrandet, gelangt man zur Friedhofsbeschreibung. Das Beispiel einer Friedhofsbeschreibung wurde im Genealogischen Wiki, dem GenWiki, erstellt.

Verlinkung einer Grabstelle z.B. zu Wikipedia

Es besteht die Möglichkeit in das Eingabefeld -Inschrift- eine Verlinkung zu installieren; die Information der verlinkten Seite soll einen direkten Bezug zu dem dokumentierten Grabstein herstellen.

Beispiel: "Jo Schulz in Wikipedia", die Formel lautet: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jo_Schulz" target="_blank">Jo Schulz in Wikipedia</a>

Die fertige Installation schaut dann so aus.
Bei mehreren Fotos auf einer virtuellen Grabstelle ist die Verlinkung auf dem ersten, oberen Foto ausreichend.

Links zu anderen Projekten

Der Hinweis auf der Eingangsseite vom Grabstein-Projekt, rot umrandet, führt zu den gesammelten Links der nicht kommerziellen Datenbanken mit Grabsteinen und Friedhöfen.

Links zu kommerziellen Seiten

Das Grabstein-Projekt wird ehrenamtlich in einem gemeinnützigen Verein geführt; deshalb sind Verlinkungen zu kommerziellen Seiten nicht vorgesehen.

Allgemeines

Korrekturlesung

Die Datenbank „Grabsteine“ ist nach Namen und Friedhofsorten durchsuchbar. Außerordentlich wichtig ist deshalb eine exakte Erfassung der Nach-, Vor- und Geburtsnamen.
Wir haben aus diesem Grunde eine Plausibilitätskontrolle der indexierten Daten eingerichtet.

Bildquellenangabe

Die im Projekt archivierten Fotos erhalten von der Projektorganisation eine Bildquellenangabe.
Sie nennt den Namen des Fotografen (ausgeschriebener Vor- und Nachname) und die Jahresangabe der Fotoaufnahme.
Anonym, pseudonym oder initialisiert veröffentlicht das Grabstein-Projekt keine Fotos!

Doppelte Fotos und Einträge vermeiden

Bei versehentlich doppelt gefertigten Grabsteinfotos und dementsprechend doppelt erfassten Daten öffnet sich automatisch ein Hinweisfenster mit einem Warnhinweis.
Anschließend ist die überflüssige Dokumentation zu löschen.

Löschung unpassender Fotos

Unpassende, überflüssige und überzählige Fotos (z.B. sogenannte Hilfsfotos und Fotos von Grabstellen ohne Grabdenkmal) werden von der Projektorganisation kommentarlos gelöscht.
Auch Fotos von folgenden Dingen sind im Grabstein-Projekt nicht archivierungswürdig: Familien-/Traueranzeigen, Totenzettel, Listen, Tabellen, Stolpersteine, Gedenkbücher - dafür sind zum Teil separate Projekte eingerichtet - Trauerschleifen, Urkunden, Hinweistexte, Informationsschilder, Friedhofsatzungen/-pläne o.ä.

Besonderheiten bei Grabstein-Inschriften

Die gesammelten Beispiele von besonderen Grabstein-Inschriften und die Bemerkungen dazu sind in dieser Seite zu finden.

Keine Gewähr

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der archivierten Fotos und erfassten Daten wird keine Gewähr übernommen.

Zu guter Letzt

Wir möchten eindringlich bitten, keine Einträge zu tätigen, die in irgendeiner Art und Weise die Grabstelleninhaber kritisieren oder maßregeln!
Jegliche Bewertungen oder Kommentare zu den Dokumentationen sind grundsätzlich zu unterlassen!
Beides entspricht absolut nicht der Philosophie des Grabstein-Projekts und würde dem Ansehen nur Schaden zufügen.


Stand: 24.06.2024